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Irlands Umgang mit kirchlichen Verbrechen

Eine demonstrierende Gruppe von Menschen hält, bei einer Kundgebung in Dublin, Pappkartons mit den Namen von in Tuam verstorbenen Kindern in die Höhe. Oktober 2018, Dublin, Irland.

Irlands Umgang mit kirchlichen Verbrechen

Von Thomas Kruchem

Katholische Nonnen haben zwischen 1925 und 1961 in der irischen Stadt Tuam bis zu 800 Kleinkinder in Klärgruben eines Mutter-Kind-Heims vergraben, wie 2014 bekannt wurde. Die meisten der unehelich geborenen Kinder waren infolge von Vernachlässigung gestorben.

Andere Kinder wurden den Müttern, die als "gefallene Mädchen" galten, weggenommen und gegen deren Willen zur Adoption nach Amerika freigegeben. Das Geschehen in Tuam und anderen kirchlichen Heimen wird von einer staatlichen Kommission untersucht, die Mitte Februar ihren Bericht vorlegt. Das Problem: Die Kommission tagt geheim, sie verpasst Zeugen einen Maulkorb, sämtliches Beweismaterial soll auf Dauer geheim bleiben. Irland scheint bis heute geprägt von einer Kultur des Verdrängens im Umgang mit Verbrechen der katholischen Kirche.

Irlands Umgang mit kirchlichen Verbrechen

WDR Lebenszeichen 24.02.2019 29:21 Min. Verfügbar bis 22.02.2020 WDR 5

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Redaktion: Christina-Maria Purkert

Das Lebenszeichen läuft immer sonn- und feiertags um 08.30 Uhr
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Stand: 15.02.2019, 15:32