Gewissenhaftes Denken, widerständiger Glaube - Thesen der Reformation

Ein Plakat  in Lutherstadt Wittenberg: Ein Portrait Luthers, collagiert davor eine hand, die das Victory-Zeichen bildet und die Unterschrift "Ich kann nicht anders"

Gewissenhaftes Denken, widerständiger Glaube - Thesen der Reformation

Von Holger Gohla

Martin Luther und die anderen großen Reformatoren haben den christlichen Glauben von der Bibel her neu erschlossen. Deshalb sind nach evangelischer Auffassung nicht Papst und Kirche oberste Instanz, sondern der Verstand und das persönliche Gewissen.

Beide orientieren sich allein an Christus und der Heiligen Schrift. Zugleich ist der Glaube ein Geschenk. Er befreit die Menschen vom Zwang, durch fromme Werke sich Gottes Gnade verdienen zu müssen. Diese Erkenntnis verteidigten Luther und die anderen Reformatoren gegen kirchliche wie politische Widerstände. Dabei konnte vor allem der Wittenberger Reformator seine Theologie äußerst pointiert und provokativ, aber ebenso verständlich und lebensnah vermitteln. Der so genannte Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 in Wittenberg gilt heute als Start der Reformation und der Entstehung evangelischer Kirchen. Und manche Thesen sind auch 500 Jahre später aktueller denn je.

- Reihe Reformation 500 -

Redaktion: Christina-Maria Purkert

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Stand: 14.10.2016, 13:10