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Luthers östliche Elite - Polnische Protestanten im Jubiläumsjahr der Reformation

Ein als Martin Luther verkleideter Mann nagelt die Thesen an eine hözerne Türe auf dem Hauptplatz in Krakau, Polen.

Luthers östliche Elite - Polnische Protestanten im Jubiläumsjahr der Reformation

Von Martha Kupiec

150 Gemeinden mit mehr als 70 000 Mitgliedern, darunter viele Akademiker - die Evangelisch-Augsburgische-Kirche Polens präsentiert sich als eine kleine, aber feine Gemeinschaft.

Es waren überwiegend deutsche Kaufleute, die das Gedankengut Martin Luthers kurz nach seinem Thesenanschlag an der Weichsel verbreiteten. Mit Erfolg: Nach 1918 wurde sogar eine "polnische" evangelische Kirche etabliert. Die Kommunisten stempelten sie noch als "Nazis" ab. Aber heute kann sich die protestantische Gemeinschaft frei entfalten. Sie bemüht sich um die Stärkung der christlichen Tradition in Europa und zeigt besonderes Interesse an ökumenischen Initiativen. Doch anders als ihr deutsches Pendant bleibt sie konservativ und hadert mit der Frauenordination. Im Jubiläumsjahr der Reformation stellt sie sich der Frage nach ihrer Attraktivität für junge Gläubige, zu denen auch katholische Konvertiten gehören.

(Bearbeitung eines Beitrags vom RBB)

Redaktion im WDR: Theo Dierkes

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Stand: 08.09.2017, 14:14