Imame für Deutschland – Importieren oder ausbilden?

Symbolbild: Imam Arbab Ahmad erläutert am 28.09.2016 in Hanau (Hessen) im Gebetsraum der Bait-ul-Wahid Moschee eine Tafel mit Uhren, die die Gebetszeiten anzeigen. Am 3.Oktober ist auch hier am bundesweiten Tag der Offenen Moschee das Gebetshaus für die Besucher geöffnet.

Imame für Deutschland – Importieren oder ausbilden?

Von Kadriye Acar

Rund 2.000 Imame soll es in Deutschland geben. Aber wo kommen sie her? Was für eine Ausbildung haben sie? Welche Aufgaben hat ein Imam? Schon die letzte Frage ist schwer zu beantworten.

In manchen Ländern ist der Imam nur der Vorbeter in der Moschee, in anderen aber der geistliche Führer einer Gemeinde. Seit zunehmend mehr Muslime in Deutschland leben, stellt sich auch hier die Frage, wie die Imame ausgebildet werden. Bei katholischen Priestern zum Beispiel ist es einfach: es gibt Priesterseminare. Und bei den Imamen? Da gibt es keine einheitliche Antwort. Der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) zum Beispiel bildet seine Imame in Deutschland selbst aus. Die Imame des größten Verbandes, der DITIB, erhalten ihre Ausbildung in der Türkei. Auch wenn sie in Deutschland aufgewachsen sind. Die Imame der arabischen Moscheen stammen in der Regel aus einem arabischen Land und sind dort ausgebildet worden. Und was ist mit den Absolventen der neuen Studiengänge "Islamische Theologie" an einigen deutschen Universitäten? Der Großteil von ihnen unterrichtet bisher in der Schule Religion. Weigern sich die Moscheeverbände sie einzustellen oder ist ihre Ausbildung nicht ausreichend?

Redaktion Christina-Maria Purkert

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Stand: 12.05.2017, 11:27