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Freier Glaube, freie Menschen - Die neue Gesellschaft

Freier Glaube, freie Menschen - Die neue Gesellschaft

Von Claus Röck

Die Reformation verändert die Gesellschaft in vielen Bereichen: Durch die Freiheit im Glauben wird der Christenmensch unabhängig von äußeren Einflüssen. Individuelles Denken und Handeln kommen in Mode.

Das Rauhe Haus im Jahre 1833 auf einer zeitgenössischen Lithographie.

Martin Luther geht es zuallererst um Gerechtigkeit bei der Verteilung von Gütern und Chancen. Bildung wird Allgemeingut: Jeder Mensch, gleich welcher Herkunft, soll lesen und schreiben können. Die Reform des Gemeinde- und Schulwesens, die Neuordnung des Gottesdienstes und der Armenversorgung führen zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Fleiß und Disziplin gelten fortan als Zeichen von Gottgefälligkeit. Das protestantische Berufsethos sorgt in vielen Regionen Europas für wirtschaftlichen Aufschwung. Aber die Reformation verändert auch entscheidend das Privatleben und die Rolle der Frau: Kinder sind nicht mehr alleiniger Zweck der Ehe, Sexualität ist keine Sünde und die Ehe kein heiliges Sakrament mehr. Gleichzeitig entwickelt sich die Familie zur Keimzelle der christlichen Gemeinde.

- Reihe Reformation 500 -

Redaktion im WDR: Christina-Maria Purkert

Das Lebenszeichen läuft immer sonn- und feiertags um 08.30 Uhr
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Stand: 20.01.2017, 10:45