Resakralisierung: Gute Speisen, böse Speisen

Symbolbild: Messer und Gabel in den Händen einer Person an einem Essenstisch; anstatt einem Gericht liegt eine Bibel zwischen diesen.

Resakralisierung: Gute Speisen, böse Speisen

Von Hans Volkmar Findeisen

"Vater segne diese Speise", so hat die Großmutter noch zum Essen gebetet. Aber das ist lange vorbei. Essen hat mit Religion nichts mehr zu tun, anderes ist wichtig geworden. Stimmt das?

Ein Blick auf den modernen Esser lässt Zweifel an dieser Auffassung aufkommen. Hier der Gourmet und Genießer, für den exklusiv und fast rituell zubereitetes Essen, "fine dining", eine Stilfrage ist. Dort der Slow Food Anhänger, der sich durch bewusstes und ethisch verantwortliches Essen der Apokalypse entgegen stellt. Der kritische Blick zeigt: Mehr denn je ist Essen zur religiösen und ideologischen Kampfzone und zum Nährboden moderner Identitätsbildung geworden.

Resakralisierung: Gute Speisen, böse Speisen

WDR Lebenszeichen | 31.05.2018 | 27:23 Min.

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Redaktion: Christina-Maria Purkert

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Stand: 25.05.2018, 11:13