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Marija Bakker im Porträt

Unterwegs nach Emmaus

Eine Schwester handhaltend mit zwei Bewohnerinnen des Altenpflegeheims Beit Emmaus in Qubeihbe.

Unterwegs nach Emmaus

Von Brigitte Jünger

Qubeibeh ist ein kleines arabisches Dorf in der Westbank, etwa 12 Kilometer westlich von Jerusalem. Ob es sich wirklich um das biblische Emmaus handelt, weiß niemand ganz genau. Mehrere Orte kommen dafür in Betracht. Was Qubeihbe von den anderen unterscheidet, ist die dort erlebbare Barmherzigkeit.

Seit mehr als 40 Jahren gibt es das Alten- und Pflegeheim Beit Emmaus in Qubeihbe. Pflegebedürftige und behinderte palästinensische Frauen werden darin betreut. Alleinstehende und geistig oder körperlich eingeschränkte Menschen führen in der palästinensischen Gesellschaft ein Außenseiterdasein. Bis heute kommt es vor, dass Behinderte weggesperrt werden, weil die Familie sie für "Besessene" oder eine "Strafe Gottes" halten. Die Salvatorianerinnen, die das Beit Emmaus leiten, haben bei den Dorfbewohnern von Qubeihbe einen Bewusstseinswandel in Gang gesetzt. Und sie haben Arbeitsplätze geschaffen - unter anderem für Frauen, die in den traditionellen Strukturen arabischer Dörfer außerhalb der Familie oft nur wenige Möglichkeiten haben.

Unterwegs nach Emmaus

WDR Lebenszeichen | 02.04.2018 | 29:13 Min.

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Redaktion: Theo Dierkes

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Stand: 28.03.2018, 10:42