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Die "verborgenen Christen" in Japan

Christliche Frauen bei einer Gedenkveranstaltung für Justo Takayama, ein japanischer Feldherr, der als entschiedener Christ und Seliger der römische-katholischen Kirche in die Geschichte des Christentums in Japan eingegangen ist.

Die "verborgenen Christen" in Japan

Von Jürgen Hanefeld

Knapp ein Prozent der Japaner bekennen sich zum christlichen Glauben. Nach Jahrhunderten der Verfolgung sind sie bis heute als die "verborgenen Christen" bekannt. Falsche, Verborgene und Aufrechte: Über Christen in Japan.

In Japan ist es zwar Mode geworden, "in Weiß" zu heiraten. Entsprechende "Wedding Rooms" gibt es in vielen großen Hotels. Aber mit Christentum hat das nichts zu tun. Die meisten Mitglieder der kleinen Glaubensgemeinschaft leben in der Hafenstadt Nagasaki, dort wo die ersten katholischen Missionare, meist Portugiesen, im 16. Jahrhundert anlandeten. Nach der ersten Welle der Missionierung im 16. Jahrhundert fürchteten die Shogune, Militärherrscher, um ihre Autorität. Sie verboten das Christentum und verfolgten die Anhänger dieser fremden Religion mit brutalen Methoden. Das Verbot galt über 250 Jahre. Trotzdem gelang es einer Gruppe, ihren Glauben im Geheimen zu leben; sie sind bis heute als "verborgene Christen" bekannt. Aber die nimmt Erzbischof Takami nicht ernst. Viel wichtiger ist sein entschiedener Pazifismus. Seine Mutter war mit ihm schwanger, als die Atombombe fiel.

(Übernahme vom NDR)

Die "verborgenen Christen" in Japan

WDR Lebenszeichen 28.04.2019 29:08 Min. Verfügbar bis 25.04.2020 WDR 5

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Redaktion im WDR: Christina-Maria Purkert

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Stand: 18.04.2019, 13:21