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Feiertagsgespräch mit Eberhard Schockenhoff

Eberhard Schockenhoff

Feiertagsgespräch mit Eberhard Schockenhoff

Was hat sich seit dem Rücktritt von Papst Benedikt getan? Moraltheologe Eberhard Schockenhoff erläutert, wie weit sich die katholische Kirche von konservativen Einflüsterern frei machen konnte und wie es mit ihrer Reformfähigkeit bestellt ist.

"Der neue Papst steht vor der paradoxen Aufgabe, die Möglichkeiten seines Amtes zu nutzen, um das Krebsgeschwür der Kirche, den römischen Zentralismus, einzudämmen."

Das sagte der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff 2013 nach dem Rücktritt von Papst Benedikt. Was sich seitdem getan hat, wie weit sich Franziskus von konservativen Einflüsterern frei machen konnte und wie es überhaupt bestellt ist mit der Reformfähigkeit der katholischen Kirche - das erläutert er im Feiertagsgespräch.

Eberhard Schockenhoff wurde 1953 in Stuttgart geboren, studierte in Tübingen und Rom Theologie und wurde mit 25 Jahren zum Priester geweiht. Zunächst war er als Seelsorger tätig, entschied sich aber nach der Promotion für die Wissenschaft und einen Lehrstuhl an der Universität. Bundeskanzler Schröder berief ihn in den Nationalen Ethikrat, wo er durch seine Stellungnahmen zu Fragen von Medizin und Menschenwürde bekannt wurde.

Schockenhoff zählte in jüngeren Jahren eher zu den Konservativen in der katholischen Kirche. Als sich aber Papst Benedikt XVI. mit der Pius-Bruderschaft versöhnte, kritisierte er dies heftig und nannte die Holocaust-Leugner einen "rechtsradikalen Sumpf". Auch in anderen Fragen, wie der stärkeren Beteiligung von Laien, Ende des Pflichtzölibats und Zulassung von Frauen in kirchliche Ämter äußert er sich zunehmend kritisch.

Feiertagsgespräch mit Eberhard Schockenhoff

WDR 5 09.06.2019 54:07 Min. Verfügbar bis 06.06.2020 WDR 5

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Eberhard Schockenhoff im Gespräch mit Gisela Keuerleber.

Redaktion: Christina-Maria Purkert

Stand: 07.06.2019, 11:47