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Feiertagsgespräch mit Abt Muho

Porträt von Abt Muho

Feiertagsgespräch mit Abt Muho

"Lass den Gedanken los" – diese Aufforderung steht hinter stundenlangem Sitzen auf einem Meditationskissen. Abt Muho ist Leiter eines japanischen Zen-Klosters und spricht in seinem neuem Buch über verschiedene Arten zu lieben.

Im größten Zen-Kloster Japans in der Abgeschiedenheit der Berge wird die harte Schule des Zazen gelehrt und praktiziert. Der Leiter des Klosters ist der Deutsch-Japaner Abt Muho, der als Student nach Japan gekommen war und nun seit fast 30 Jahren dort lebt.

Liebe drängt sich nicht auf, und sie erwartet auch nichts heißt es in dem aktuellen Buch von Abt Muho, selbst Ehemann und Vater von drei Kindern. Er spricht persönlich und gleichermaßen als Buddhist über verschiedene Arten zu lieben und kommt zu dem Schluss: Man muss die Liebe loslassen, um sie als Schatz zu begreifen. Abt Muho wurde 1968 als Olaf Nölke in Berlin geboren, wuchs bei seinen Großeltern im Pfarrhaus auf und verlor sehr früh seine Mutter.

Feiertagsgespräch mit Abt Muho

WDR 5 | 01.11.2018 | 53:58 Min.

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Schon mit 17 begann er in seinem Internat mit Meditation. Das ließ ihn nicht mehr los und er beschloss Philosophie und Japanologie zu studieren. Zunächst sollte es nur ein Auslandssemester sein, das er im Kloster Antaiji in Japan verbrachte. Doch nach Abschluss des Studiums kehrte er dorthin zurück und blieb. Seitdem leitet er das Kloster, das sich selbst versorgen und finanzieren muss.

Darüber und wie schwierig manchmal der Spagat zwischen Familienvater sein und Pflichten eines Abtes ist, spricht er im Feiertagsgespräch mit Gisela Keuerleber.

Buchangaben:

Abt Muho: Das Meer weist keinen Fluss zurück - Ein Weg zu Liebe und Gelassenheit.
Berlin: Piper Verlag, 2018
240 Seiten, 18,00 Euro

Redaktion: Christina-Maria Purkert

Stand: 25.10.2018, 14:36