Stapelweise Erfolg: Der wirtschaftliche Siegeszug des Kopierers

schwarz-weiß Aufnahme eines frühen Fotokopierers von Erfinder Chester Carlson

Stapelweise Erfolg: Der wirtschaftliche Siegeszug des Kopierers

Von Katrin Boers

Der Fotokopierer hat unsere Welt ähnlich fundamental verändert wie der Buchdruck. Und die Geschichte geht weiter: Trotz Dateien, digitalen Archiven und Apps sind Kopien nicht aus unserem Leben wegzudenken.

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Stapelweise Erfolg: Der wirtschaftliche Siegeszug des Kopierers

Dok 5 - Das Feature | 18.02.2018 | 52:57 Min.

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Früher archivierten wir auf Papier. Heute ist die Papierkopie da, damit man was in der Hand hat. Im Copy-Shop werden jetzt auch Fotos und Leinwände bedruckt. Doch er "rettet" noch immer Schicksale und Karrieren, wenn es z.B. um die Abgabefrist einer Studien-Arbeit geht. Durch die Copy-Art hat die Fotokopie ihre Nische in der Kunst gefunden, doch auch das Geldfälschen wurde plötzlich kinderleicht. Und durch die heutigen Multimedia-Geräte gibt es ganz neue Datenlecks und Informationsklau. Kein Zweifel: Chester Carlsons Erfindung begründete vor 80 Jahren einen eigenen Wirtschaftszweig.

Stapelweise Erfolg: Der wirtschaftliche Siegeszug des Kopierers

„Als der Fotokopierer in den 1930er Jahren vom Amerikaner Chester F. Carlson erfunden wurde, hatte das eine ähnliche Bedeutung, wie 500 Jahre zuvor die Erfindung des Buchdrucks“, so beschreibt es Klaus Urbons. Er betreibt seit 1985 das Museum für Fotokopie in Mülheim. Weltweit hat niemand so viel über die Wunderwelt des Fotokopierers zusammengetragen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

alter Xerox Kopierer im Museum

Viele alte Schätzchen tummeln sich im dem Museum, das ein Useum ist. Die Kopierer funktionieren noch und sollen benutzt werden.

Viele alte Schätzchen tummeln sich im dem Museum, das ein Useum ist. Die Kopierer funktionieren noch und sollen benutzt werden.

In dem Mülheimer Museum gibt es regelmäßig Ausstellungen und Workshops zum Thema Kopieren. So werden die Erinnerungen frisch gehalten.

Klaus Urbons lädt regelmäßig zu Workshops ins Useum ein. Interessierte Laien und Copyart-Künstler dürfen die Geräte benutzen und Kunst machen. Es lassen sich erstaunliche Dinge aus einem Fotokopierer erzeugen, zeigt Klaus Urbons.

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Bei der echten Banknote werden Linien und Schriften unter starker Vergrößerung lesbar. Bei gefälschten Scheinen lösen sich Linien bei Vergrößerung in einzelne Punkte auf.

Im Copyshop "Copythek" in Dortmund wird seit 1978 kopiert. Die Atmosphäre ist immer noch ein bisschen wie früher, in der Studentenzeit.

Ausstrahlung am 18. Februar 2018, Wiederholung am 19. Februar 2018
Autorin: Katrin Boers
Redaktion: Frank Christian Starke
Produktion: WDR 2018

Stand: 15.01.2018, 11:33