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Erinnerungslücke 1980 - Das Terror-Jahr der Rechten

Oktoberfestattentat München 1980, zu sehen ist der Tatort.

Erinnerungslücke 1980 - Das Terror-Jahr der Rechten

Von Philipp Schnee

Nguyễn Ngọc Châu, Shlomo Levin, Frieda Poeschke. Kaum jemand kennt die Namen derer, die 1980 von Rechtsextremen ermordet wurden, in Hamburg, Erlangen und auf dem Münchner Oktoberfest. Rechte Gewalt hat eine lange Kontinuität.

Erinnerungslücke 1980 - Das Terror-Jahr der Rechten

Dok 5 - Das Feature 04.10.2020 53:37 Min. Verfügbar bis 02.10.2021 WDR 5

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Bei einem Anschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 sterben 13 Menschen. Das ist bis heute der schwerste Terrorakt in der bundesdeutschen Geschichte. Aber nicht der einzige in diesem Jahr. Ebenfalls 1980 schlägt eine Neonazi-Gruppe allein sieben Mal zu und tötet u.a. in Hamburg die Asylbewerber Nguyễn Ngọc Châu und Ðỗ Anh Lân. In Erlangen werden der Rabbiner Shlomo Levin und seine Lebensgefährtin Frieda Poeschke ermordet. Zwei Schweizer Grenzbeamte werden von dem Rechtsextremisten Frank Schubert erschossen.
Warum kann sich kaum jemand an diesen Terror, die Opfer, die Täter erinnern? Sie scheinen in der bundesdeutschen Geschichte weitgehend ausgeblendet. Wer sich aber an die lange Kontinuität des rechten Terrors nicht erinnert, unterschätzt ihn auch leicht in der Gegenwart. Das könnte fatale Konsequenzen haben.

Ausstrahlung am 4. Oktober 2020 in WDR 5


Von Philipp Schnee
Redaktion: Imke Wallefeld
Produktion: SWR 2020

Stand: 04.09.2020, 14:11