das ARD radiofeature: Assads neues syrisches Reich

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das ARD radiofeature: Assads neues syrisches Reich

Von Marc Thörner

Syriens Machthaber Assad stellt sich als Alternative zum religiösen Extremismus dar. Tatsächlich bezieht er seine Macht weitgehend von iranisch gestützten Extremisten. Innenpolitisch paktiert er mit einer Partei, die im deutschen Nationalsozialismus wurzelt.

Assads neues syrisches Reich - das ARD radiofeature

Dok 5 - Das Feature 01.03.2020 53:32 Min. Verfügbar bis 25.02.2021 WDR 5

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Seit 2011 tobt in Syrien ein Bürgerkrieg. Mehr als 450 000 Menschen wurden getötet. Inzwischen hat der syrische Machthaber Baschar al-Assad fast sein ganzes Territorium wieder in Besitz genommen und ruft sein gespaltenes Volk zur nationalen Versöhnung auf. Wie soll unter ihm das neue Syrien aussehen und wer sind seine Partner?

Assad ist zwar Alawit, gibt sich aber als überzeugter Anhänger eines säkularen Systems. Tatsächlich kann er sich aber nur halten, weil er sich mit bewaffneten Islamisten verbündet hat: der iranisch gestützten Hisbollah.

Um die unterschiedlichen Religionsgruppen und Ethnien in Syrien zur Gemeinsamkeit zu bewegen, soll ihm die langjährige Oppositionspartei SSNP (Syrian Socialist National Party) und ihre Weltanschauung helfen. Sie setzt auf die Idee eines "Großsyriens", ist im deutschen Nationalsozialismus verwurzelt, idealisiert Selbstmordaktionen als "Martyrium" und arbeitet ihrerseits eng mit der schiitischen Hisbollah zusammen.

Dieses Bündnis aus syrischen Nazis und radikalen Islamisten findet auch im Westen Unterstützer. In Deutschland vor allem im Spektrum der extremen Linken und bei der AfD.

Gegendarstellung: In dem ARD Radio-Feature “Assads neues syrisches Reich", das vom WDR produziert und am 1.3.2020 bei WDR gesendet wurde, heißt es in Bezug auf meine Person am Ende (S.41 des Sendemanuskriptes): "Die Passagen über die SSNP und deren Selbstmordattentate möchte sie aus dem Gespräch gestrichen haben." Diese Behauptung ist falsch, ich habe derartiges nie verlangt (Karin Leukefeld). Der WDR ist gemäß § 56 Rundfunkstaatsvertrag zur Veröffentlichung der Gegendarstellung ohne Rücksicht auf ihre Richtigkeit verpflichtet.

Ausstrahlung am 1. März 2020, Wiederholung am 2. März 2020
Von Marc Thörner
Redaktion: Dorothea Runge
Produktion: WDR 2020

Stand: 25.02.2020, 14:32