In der Kolonie - Bilder aus einer ehemaligen Bergmanns-Siedlung

Mahnwache vor dem Duisburger Rathaus, 1978

In der Kolonie - Bilder aus einer ehemaligen Bergmanns-Siedlung

Von Gotthard Schmidt

Zechensiedlungen gehören zweifellos zu den wichtigsten Zeugnissen des Kohlezeitalters. Sie stiften im "Pott" immer noch Identität. Viele Geschichten und manche Verklärungen ranken sich um das Leben "in der Kolonie".


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In der Kolonie - Bilder aus einer ehemaligen Bergmanns-Siedlung

Dok 5 - Das Feature | 15.07.2018 | 52:36 Min.

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Doch der Alltag war oft weniger idyllisch. Und die Werkssiedlungen selbst zeigten schon vor einem halben Jahrhundert die Verwerfungen des beginnenden Strukturwandels.
Früher wohnten Kumpel mit ihren Familien in der Rheinpreußen-Siedlung bei Duisburg, die um 1900 gebaut wurde: Vier-Familienhäuser mit Abort, Schweinestall und Gartenland. Als die ersten Schachtanlagen in den 50er/60er Jahren schlossen, zogen die jungen Leute fort. Nur die älteren blieben und arbeiteten in der chemischen Fabrik oder im Stahlwerk der Nachbarschaft. Wohnungen standen leer und verkamen, schließlich sollte die "Kolonie" abgerissen werden und Hochhäusern weichen. Der Bauherr ging Pleite, die Siedlung gehörte zur Konkursmasse und neue Bewohner zogen dort ein - so auch der Autor Gotthard Schmidt.

Ausstrahlung am 15. Juli 2018, Wiederholung am 16. Juli 2018
Von Gotthard Schmidt
Redaktion: Thomas Nachtigall
Produktion: HR 1974

Stand: 15.06.2018, 13:36