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Folterkammer Eritrea - Über die Finanzierung einer Diktatur

Keyvisual das ARD radiofeature:  Folterkammer Eritrea

Folterkammer Eritrea - Über die Finanzierung einer Diktatur

Von Bettina Rühl

Eritrea ist eine der härtesten Diktaturen Afrikas. Obwohl sich die Erzfeinde Eritrea und Äthiopien annähern und seit kurzem vom politischen "Frühling" am Horn von Afrika die Rede ist, haben sich die Verhältnisse in Eritrea bisher nicht geändert und Zehntausende fliehen jährlich nach Europa.

Das Feature steht nach der Sendung befristet zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Sie wären am liebsten in ihrer Heimat geblieben, sie vermissen ihr Essen, ihre Kultur. Aber sie sehen in ihrem Land keine Perspektive. Also machen sich tausende Eritreer von Afrika auf über das Mittelmeer nach Europa, zur Not mit Fischer- oder Schlauchbooten. Sie wollen nach Deutschland, wo inzwischen eine der größten eritreischen Gemeinden Europas lebt. Schlepper führen die Menschen den gefährlichen Weg über den Sudan und die Sahara an die 2000 km entfernte Mittelmeerküste nach Libyen. Oft endet ihre Flucht in einer Tragödie. Mit Millionenbeträgen will die EU das Land unterstützen, um den Exodus zu stoppen. Trotzdem werden es immer mehr. Nicht zuletzt, weil Militärs des eritreischen Regimes sich als Schlepper und Schmuggler betätigen. Auch die Regierung profitiert von der Massenflucht, weil die Geflohenen durch Erpressung Devisen liefern - der Arm des Regimes reicht bis ins Ausland. Warum finanziert Europa eine Diktatur?

Das Feature wurde nominiert für den Prix Europa 2016 in der Kategorie Current Affairs.

Folterkammer Eritrea - Über die Finanzierung einer Diktatur

Dok 5 - Das Feature 21.10.2018 52:40 Min. WDR 5

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Von: Bettina Rühl
Redaktion: Dorothea Runge
Produktion: WDR 2016

Stand: 09.10.2018, 09:56