Aufrüstung im Nationalpark - Die Militarisierung des Naturschutzes in Afrika

Wildhüter mit Schusswaffen auf der Jagd nach Wilderern, Krüger-Nationalpark, Südafrika, 24.11.2018

Aufrüstung im Nationalpark - Die Militarisierung des Naturschutzes in Afrika

Von Simone Schlindwein

Die internationale Gemeinschaft hat den "Krieg gegen die Wilderei" ausgerufen. Seitdem werden Afrikas Parkwächter zum Töten ausgebildet. Finanziert wird die Aufrüstung mit Spenden und westlicher Entwicklungshilfe. In den Dörfern um die Nationalparks nehmen Gewalttaten und Morde zu.

Auszubildende Ranger salutieren bei einer Übung in Südafrika, 01.10.2016

In Uganda werden sie von britischen Spezialeinheiten trainiert. In anderen Ländern sind es private Sicherheitsfirmen, die den Rangern beibringen, mit Nachtsichtgeräten und Scharfschützengewehren umzugehen. In Afrikas Naturschutzpolitik vollzieht sich ein Paradigmenwechsel: Nationalparks werden zu Festungen ausgebaut, die von hochgerüsteten Parkwächtern mit modernsten Technologien verteidigt werden. In deren Umgebung häufen sich Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Profiteure sind auch Rüstungskonzerne in Europa. Sie haben in den afrikanischen Naturreservaten einen neuen Absatzmarkt entdeckt.

Die Recherche wurde unterstützt durch ein Stipendium von Netzwerk Recherche und von der gemeinnützigen Olin GmbH.

Aufrüstung im Nationalpark - Die Militarisierung des Naturschutzes in Afrika

Dok 5 - Das Feature 01.11.2019 52:41 Min. Verfügbar bis 31.10.2020 WDR 5 Von Simone Schlindwein

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Ausstrahlung am 1. November 2019, Wiederholung am 2. November 2019
Von Simone Schlindwein
Redaktion: Leslie Rosin
Produktion: DLF/WDR 2019

Stand: 08.10.2019, 14:50