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Buchcover: "Tête-à-Tête" von Martin Walker

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"Tête-à-Tête" von Martin Walker

Stand: 27.05.2022, 10:15 Uhr

Im 14. Fall des sympathischen Bruno Chef de Police führen die Ermittlungen von den Höhlenzeichnungen des Périgord über Stasi-Spione im Kalten Krieg bis in die heutige Weltpolitik.

Martin Walker ist in Schottland geboren, lebt in Washington und im Périgord. Er ist Historiker und war 25 Jahre lang politischer Journalist bei der britischen Tageszeitung "The Guardian".

Martin Walker ist aber inzwischen auch berühmt und beliebt für seine Kriminalromane, die einerseits stets politisch und historisch spannend sind, andererseits aber eine stets unterhaltsame Reise durch das wunderschöne Périgord im südwestern Frankreichs bieten.

Im 14. Fall des sympathischen Polizisten Bruno geht es um die faszinierenden Höhlenzeichnungen seiner Heimat, die technischen Möglichkeiten, weit zurückliegende Mordfälle aufzuklären, die "Rosensteinakte", die Stasiagenten in den Nato-Staaten benennt, und es geht zwischen den Zeilen um die Gefahr einer erneuten Ost-West-Konfrontation.

Aber auch in diesem wunderbaren Roman versteht es Martin Walker wieder, die hinreißende Umgebung, in der Bruno ermittelt, die hervorragende Küche und die hochwertigen und schmackhaften Weine des Périgord in die Handlung einzuflechten und alles zu einem Lesegenuss zu verknüpfen.

Martin Walker ist ein Stern am Himmel des kurzweiligen Kriminalromans. Seine Bücher machen Geschichte erlebbar, sind spannend, regen den Speichelfluss an und sind zudem als Reiseführer nutzbar.

Eine Rezension von Andreas Wallentin

Literaturangaben:
Martin Walker: Tête-à-Tête
Aus dem Englischen von Michael Windgassen
Diogenes Verlag, 2022
400 Seiten, 25 Euro