"Speicher 13" von Jon McGregor

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Gemeinsamer Westermann-Wallentin-Tipp

"Speicher 13" von Jon McGregor

Ein Roman, der aufs Schönste zeigt, wie aus einem Tatort-Thema große Literatur werden kann. Und falls wir am Jahresende die zwölf besten Bücher 2018 nennen sollten, wird es für den März ganz sicher "Speicher 13" sein.

"Speicher 13" spielt in einem kleinen Nest irgendwo in der Mitte von England. Ein 13-jähriges Mädchen verschwindet, sie war mit ihren Eltern zu Besuch im Dorf, wollte die Ferien dort verbringen. Ein Großaufgebot an Polizei ist vor Ort, alles wird unternommen, um das Kind zu finden. Was sich wie der Beginn eines Kriminalromans liest, ist viel weniger. Und doch vielmehr. Es geht darum, sichtbar zu machen, wie Zeit vergeht. Jahre und Jahreszeiten. Das Leben der Menschen sich verändert. Wir haben schon lange kein Buch mehr gelesen, dass es geschafft hat einen derartigen Sog zu entwickeln.

Eine Rezension von Christine Westermann und Andreas Wallentin

Literaturangaben:
Jon McGregor : Speicher 13
Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger
Liebeskind Verlag, 352 Seiten, 22 Euro

Stand: 29.03.2018, 12:23