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Buchcover: "Vom Untergang" von Leonhard Florian Seidl

Lesefrüchte

"Vom Untergang" von Leonhard Florian Seidl

Stand: 14.04.2022, 08:25 Uhr

Für seinen dokumentarischen Kriminalroman "Der Untergang" hat Leonhard F. Seidl jahrelang in Archiven recherchiert. Herausgekommen ist dabei ein tiefgründiges und beklemmendes Sittengemälde der Weimarer Republik.

Bayern 1922: Wegbereiter des Nationalsozialismus, Anarchisten, Sozialdemokraten, die Arbeiter*innen einer Spiegelfabrik in Fürth und politische Morde wie der an Walter Rathenau sind die Ingredienziendes mittlerweile sechsten Romans von Leonhard Seidl.

Der Journalist und Dozent für kreatives Schreiben komponiert daraus einen politischen Kriminalroman, den er mit zahlreichen Originaldokumenten anreichert. Er nimmt seine Leser mit in das historische Arbeitermilieu und die Welt des reaktionären Bürgertums der Weimarer Republik, beschreibt die politischen Spannungen im heißen Sommer von 1922 in den Bierstuben, Forsthäusern, Mietwohnungen, Villen und auf den Straßen der bayerischen Industriestadt.

Ein Buch voller Spannung, garniert mit einer verzwickten Liebesgeschichte und einem Porträt der Heimatstadt Seidls: Fürth.

Eine Rezension von Gerhard Klas

Literaturangaben:
Leonhard F. Seidl: Vom Untergang
Editon Nautlius, 2022
248 Seiten, 18 Euro