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"Sarah" von Scott McClanahan

Buchcover: "Sarah" von Scott McClanahan

Lesefrüchte

"Sarah" von Scott McClanahan

Der amerikanische Autor Scott McClanahan erzählt beschwingt und sehr komisch vom Traurigsten auf der Welt, vom Ende einer Liebe.

Sarah ist eine nachdenkliche und liebevolle Frau. Man kann verstehen, dass sie sich von so jemanden wie Scott trennen will. Denn Scott verhält sich nicht nur ständig kindisch, er ist auch ein durch und durch narzisstischer und infantiler Mensch.

Trotzdem kann der Leser auch ihn verstehen, denn Scott McClanahans autofiktionaler Erzähler "Scott" macht aus seinem Herzen keine Mördergrube und breitet voller Selbstmitleid seine Qualen angesichts der bevorstehenden Scheidung aus. Das tut er aber auch sehr selbstironisch und mit anarchischen Humor. So wird aus der traurigsten Geschichte der Welt, dem Verlust der Liebe, ein großartiger Roman und ein beschwingtes Lesevergnügen.

Eine Rezension von Peter Meisenberg

Literaturangaben:
Scott McClanahan: Sarah
Aus dem amerikanischen Englisch von Clemens Setz
ars vivendi Verlag, 206 Seiten, 22 Euro

Stand: 05.06.2020, 11:41