"Rivenports Freund" von Damiano Femfert

Buchcover: "Rivenports Freund" von Damiano Femfert

Lesefrüchte

"Rivenports Freund" von Damiano Femfert

Kaspar Hauser im Hochland Argentiniens. Spannend wie ein Krimi erzählt Damiano Femfert in seinem Debütroman die Geschichte eines Mannes, der sein Gedächtnis verloren hat und wie ein Findling aufgenommen wird.

Argentinien 1952, Der Arzt Rodrigo Rivenport leitet ein Krankenhaus in einer Kleinstadt. Da wird ein Patient eingeliefert. Keiner weiß, wo der junge Mann, der nicht sprechen kann und sein Gedächtnis verloren hat, herkommt.

Rivenport ist ein begeisterter Schmetterlingssammler und versucht Kurt, wie der Patient genannt wird, für seine Sammelleidenschaft zu gewinnen. Doch Kurt entpuppt sich als musikalisches Talent - ein Virtuose an der Orgel, der das freie Spiel liebt. Der kindlich naiv wirkende Mann wird aufgrund seines sonnigen Gemüts von allen gemocht, doch bleibt er ein Fremder für die Menschen im Ort.

Spannend wie in einem Krimi erzählt Damiano Femfert in "Rivenports Freund" die Geschichte eines Findlings, die an Kaspar Hauser erinnert und davon, wie ein Außenseiter an die Grenzen der gesellschaftlichen Konventionen stößt.

Eine Rezension von Terry Albrecht

Literaturangaben:
Damiano Femfert: Rivenports Freund
Schöffling & Co. Verlag, 304 Seiten, 22 Euro

Stand: 07.02.2020, 13:31