"Petit Piment" von Alain Mabanckou

Buchcover: "Petit Piment" von Alain Mabanckou

Lesefrüchte

"Petit Piment" von Alain Mabanckou

"Petit Piment" ist die ebenso erschütternde wie anrührende Geschichte eines Waisenjungen, der mit 13. Jahren aus dem Waisenhaus flieht um in der Kongolesischen Großstadt Point Noire sein Glück zu suchen.

Das Werk des in Kalifornien lebenden, 1966 im Kongo geborenen Autors Alain Mabankou kreist immer wieder um seine eigene Kindheit und Jugend in der Stadt Point Noire. Diesmal hat er keinen autobiografischen Zugang gewählt, sondern stellt seine Geschichte in die Tradition des Schelmenromans.

Das tut er mit Bedacht. Denn der Schelmenroman nimmt die Perspektive eines Naiven ein, um eine eigentlich unerträgliche Wirklichkeit erträglich und damit erzählbar zu machen. So erzählt der 13-jährige Waisenjunge "Petit Piment" eine wunderbare Geschichte, öffnet dem Leser aber gleichzeitig die Augen für die gar nicht so wunderbare Realität afrikanischer Straßenkinder.

Eine Rezension von Peter Meisenberg

Literaturangaben:
Alain Mabanckou: Petit Piment
Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller
Liebeskind Verlag, 240 Seiten, 20 Euro

Stand: 11.10.2019, 13:47