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"Nach seinem Bilde" von Jérôme Ferrari

Buchcover: "Nach seinem Bilde" von Jérôme Ferrari

Lesefrüchte

"Nach seinem Bilde" von Jérôme Ferrari

Antonia wollte nicht werden wie alle anderen und wurde es dann doch. Jérôme Ferrari erzählt wortgewaltig von der Vergeblichkeit – im Leben, in der Menschheitsgeschichte und in der Fotografie.

Jérôme Ferrari, 1968 in Paris geboren, ist seit der Verleihung des Prix Goncourt auch international bekannt. Er wurde 2012 mit diesem wichtigsten französischen Literaturpreis ausgezeichnet für seinen Roman "Predigt auf den Untergang Roms".

Viele Motive daraus kehren im aktuellen Buch "Nach seinem Bilde" wieder: der Schauplatz Korsika, von dem aus Ferrari die Konflikte des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Die ernüchternde Einsicht in das Scheitern allen menschlichen Hoffens. Neu ist die Auseinandersetzung mit der Fotografie, die Ferraris Protagonistin Antonia zu den Frontlinien des Jugoslawienkrieges treibt. Desillusionierungen allesamt, von denen Jérôme Ferrari in einer mäandernden, klangvollen Sprache erzählt.

Eine Rezension von Dina Netz

Literaturangaben:
Jérôme Ferrari: Nach seinem Bilde
Aus dem Französischen von Christian Ruzicska
Secession Verlag, 208 Seiten, 20 Euro

Stand: 20.09.2019, 13:35