Live hören
Jetzt läuft: Good Advice von khai dreams

"Lachen und Sterben" von Franz Schuh

Buchcover: "Lachen und Sterben" von Franz Schuh

Lesefrüchte

"Lachen und Sterben" von Franz Schuh

Der Wiener Philosoph Franz Schuh hat seiner schweren Erkrankung im vergangen Jahr einen neuen Essay-Band abgetrotzt. Zwangsläufig kreisen seine Gedanken um den Tod. Aber Schuh wäre nicht Schuh, würde er das nicht mit einem Lachen verbinden.

In recht schneller Frequenz hat Franz Schuh in den letzten Jahren und Jahrzehnten trotz vieler öffentlicher Auftritte Zeit gefunden, recht dicke Essay-Bände zu veröffentlichen. Sie alle kreisen, wie es sich für einen Philosophen gehört, um die grundsätzlichen Fragen.

Vor vier Jahren – zu seinem siebzigsten Geburtstag – gratulierte er sich mit einem Band über "Fortuna" und nannte ihn im Untertitel nach seiner wunderbaren monatlichen Radiosendung im ORF "Magazin des Glücks".

Jetzt, im Corona-Jahr, geht es natürlich ums Sterben. Es ist spannend und gleichzeitig ein außerordentliches Vergnügen, Franz Schuh dabei zu beobachten, mit welcher Selbstironie er es versteht, sein Nachdenken über Einsamkeit und Tod ausgerechnet zu einer umfassenden Theorie des Humors zusammenzuschnurren.

Eine Rezension von Peter Meisenberg

Literaturangaben:
Franz Schuh: Lachen und Sterben
Zsolnay Verlag, 331 Seiten, 26 Euro

Stand: 12.03.2021, 13:24