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"Die Wütenden und die Schuldigen" von John von Düffe

Buchcover: "Die Wütenden und die Schuldigen" von John von Düffel

"Die Wütenden und die Schuldigen" von John von Düffe

März 2020: Eine Familie erlebt den ersten Corona-Lockdown ganz unterschiedlich. Selma reist zu ihrem sterbenden Großvater in die Uckermark. Ihre Mutter gerät währenddessen in Berlin mit einem Rabbi in Quarantäne und ihr Bruder verliert sich im Drogenrausch. Ein intensiver Roman über die Suche nach Nähe in Zeiten von Abstandsgeboten.

Der neue Roman von John von Düffel begleitet die Mitglieder einer Familie durch den ersten Lockdown.

Ein alter protestantischer Pfarrer in der Uckermark weiß, dass er bald sterben wird. Seine frühere Schwiegertochter, eine Berliner Anästhesistin, verbringt die Quarantäne mit einem Rabbi, während sich ihr Sohn in die Drogendumpfheit flüchtet. Und Selma, Enkelin, Tochter und Schwester, versucht das Bindeglied zwischen Allen zu sein. Und dann ist da noch Holger, der nach einem Selbstmordversuch in einer Klinik ist und in Pandemiezeiten unerreichbarer denn je wird.

Ein klug angelegter Roman über Nähe und Distanz und das was unter der Oberfläche brodelt.

Eine Rezension von Theresa Hübner

Literaturangaben:
John von Düffel: Die Wütenden und die Schuldigen
DuMont Verlag, 300 Seiten, 22 Euro

Stand: 11.07.2021, 12:34