"Die Stadt, das Meer, die Liebe" von Rahman Abbas

Buchcover: "Die Stadt, das Meer, die Liebe" von Rahman Abbas

Lesefrüchte

"Die Stadt, das Meer, die Liebe" von Rahman Abbas

Asrar, ein junger Muslim aus einem Dorf an der indischen Westküste, zieht in die Millionenmetropole Mumbai. Zwischen Religion, Rotlichtviertel und Gemeinschaftsunterkunft erkundet er das Leben, die Erotik und die Liebe.

Mumbai ist eine Stadt der Chancen und eine Stadt des Elends.

So beschreibt der dort lebende Autor Rahman Abbas die Stadt, in der er lebt. Der Halbwaise Asrar, sein Romanheld, kommt aus einem Dorf an der indischen Westküste nach Mumbai und lebt dort mit knapp zwanzig Geschlechtsgenossen aus seinem Dorf in einem Zimmer mit Kochecke und Hausklo. Die Arbeit und das Studium sind eher Nebensache, die jungen, muslimischen Männer sind ebenso fasziniert von den Tempeln und Schreinen der Stadt wie von ihren Bars, Stränden und dem Rotlichtviertel. Als Asrar Hina, seine große Liebe, entdeckt, ist es um ihn geschehen. Sie kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus und ihr Vater ist gerade vom Islam zum Satanismus konvertiert. Die Liebesgeschichte endet in einem Drama.

Rahman Abbas beschreibt die Vielfalt der muslimischen Gemeinschaft Indiens, die persönlichen und sozialen Probleme der jungen Generation, religiöse und sexuelle Spannungen und zeichnet ein vielschichtiges Porträt der Millionenstadt Mumbai.

Eine Rezension von Gerhard Klas

Literaturangaben:
Rahman Abbas: Die Stadt, das Meer, die Liebe
Aus dem Urdu von Almuth Degener
Draupadi Verlag, 326 Seiten, 19,80 Euro

Stand: 20.07.2018, 13:16