Live hören
Jetzt läuft: Peaceful sight von Thomas Siffling Trio
21.04 - 06.00 Uhr ARD Infonacht

"Der Fetzen" von Philippe Lançon

Buchcover: "Der Fetzen" von Philippe Lançon

Lesefrüchte

"Der Fetzen" von Philippe Lançon

Beim Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" am 7. Januar 2015 wurde Philippe Lançon schwer verletzt. In "Der Fetzen" beschreibt er seinen Weg zurück ins Leben.

Am Morgen des 7. Januar 2015 überlegt Philippe Lançon noch, ob er zur Redaktionssitzung von "Charlie Hebdo" fahren soll oder doch gleich zu "Libération", der anderen Zeitung, für die er arbeitet und für die er eine Theaterkritik schreiben will. Er fährt zur Redaktionssitzung. Eine folgenschwere Entscheidung: Das islamistische Attentat an jenem Morgen überlebt Lançon schwer verletzt.

In "Der Fetzen" erzählt Philippe Lançon, wie er den Anschlag selbst erlebte. Der weitaus größere Teil des Buches aber beschäftigt sich mit seinem Kampf zurück ins Leben. Lançon wurde das Kinn weggeschossen, und er verarbeitet literarisch die folgenden Monate zwischen Transplantationen, Magensonden und nässenden Wunden.

Trost erwächst ihm aus Kunst, Literatur, Musik – und aus dem eigenen Schreiben, das ihm hilft, seine neue Situation zu verstehen. Ein eindrückliches Zeitdokument und eine atemberaubende Auseinandersetzung mit einem traumatischen Erlebnis.

Empfohlen hat uns dieses Buch Martina Kobernuß aus Bornheim.

Eine Rezension von Dina Netz

Dina Netz empfiehlt "Der Fetzen" von Philippe Lançon

WDR 5 Bücher - Auf meinem Nachttisch 21.12.2019 08:27 Min. Verfügbar bis 19.12.2020 WDR 5

Download

Literaturangaben:
Philippe Lançon: Der Fetzen
Aus dem Französischen von Nicola Denis
Tropen im Klett-Cotta-Verlag 551 Seiten, 25 Euro

Stand: 18.12.2019, 23:10