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"Capricho, ein Sommer in meinem Garten" von Beat Sterchi

Buchcover: "Capricho, ein Sommer in meinem Garten" von Beat Sterchi

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"Capricho, ein Sommer in meinem Garten" von Beat Sterchi

Eine Geschichte über Menschen und ihre Gärten. Während man es liest, merkt man, wie sich eine angenehme Ruhe ausbreitet. Nichts eilt mehr wirklich. Ein kleines Buch zum Innehalten. Zum Entschleunigen.

Der Schweizer Autor Beat Sterchi fährt wie jedes Jahr in sein Sommerhaus in Spanien. Ein einfaches Haus, irgendwo in einem Dorf in der Pampa, das letzte Haus am Ende der Landstraße. Das Dorf verfällt jedes Jahr ein bisschen mehr und bevor es keinen mehr gibt, der sich erinnert, will Beat Sterchi die Geschichte jenes Dorfes aufschreiben.

Klappt aber nicht, es fehlen ihm die richtigen, die gescheiten Worte dafür. Deshalb macht er das, was Autoren machen, in der Hoffnung, dabei DIE Eingebung fürs Buch zu bekommen. Er schiebt das Schreiben vor sich her. Schreibt keine Zeile. Kümmert sich stattdessen um seinen verwilderten Garten. Kommt dabei mit den Nachbarn ins Gespräch, erfährt ihre Lebensgeschichten. Und kann endlich darüber schreiben.

Eine Rezension von Christine Westermann

Literaturangaben:
Beat Sterchi: Capricho, ein Sommer in meinem Garten.
Diogenes, 2021.
272 Seiten, 24 Euro.

Stand: 30.07.2021, 08:45