"Ärger im Bellona Club" von Dorothy Sayers

Buchcover: "Ärger im Bellona Club" von Dorothy Sayers

Lesefrüchte

"Ärger im Bellona Club" von Dorothy Sayers

Wenn eine Leiche in einem Club für die Herren der Londoner High Society gefunden wird, ist Lord Peter Whimsey, Monokel im Auge und Spazierstock in der Hand, nicht weit. Ein Krimiklassiker, der dabei gnadenlos originell ist.

Dorothy L. Sayers erschuf Lord Peter Whimsey in den 1920er Jahren, der goldenen Ära des englischen Kriminalromans. Da ihre Landsleute ein inniges Verhältnis zum Adel hatten, gab sie ihrem Detektiv blaues Blut und einen Stammbaum, der bis zu den Kreuzzügen reicht.

Das waren jedoch die einzigen Konzessionen, zu denen sie bereit war. Sie weigerte sich, ein Englisch zu benutzen, das nicht den höchsten literarischen Ansprüchen genügte, und wichtiger als der Plot waren stets die ethischen Probleme, die er aufwarf. In Deutschland ist Sayers deutlich unbekannter als ihre Kollegin Agatha Christie.

Der Wunderlich Verlag will Dorothy L. Sayers zu ihrer verdienten Anerkennung als zweiten Queen of Crime verhelfen und gibt ihr komplettes Werk, übersetzt von Otto Bayer, neu heraus: very british, very exzentrisch und very lesenswert!

Eine Rezension von Mithu Sanyal

Literaturangaben:
Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club.
Aus dem Englischen von Otto Bayer.
Wunderlich Verlag, 2021.
320 Seiten, 15 Euro.

Stand: 03.12.2021, 11:53