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"Die Verlassenen" von Matthias Jügler

Hörbuchocver: "Die Verlassenen" von Matthias Jügler

Hörbuch der Woche

"Die Verlassenen" von Matthias Jügler

Ein Mann macht sich auf die Suche nach seiner Familiengeschichte zwischen Ost und West. Warum verschwand sein Vater 1994, wie starb die Mutter? Ein literarisches Spiel mit Erinnerungen, ein spannendes, intensives Hörbuch.

Autor Matthias Jügler erzählt schnörkellos, präzise und einfühlsam von Johannes, der sich auf die Suche nach seiner Familie begibt. Die Mutter stirbt 1986 bei einem Autounfall, der Vater verschwindet 1994 auf einer Dienstreise. Johannes wächst bei der Großmutter auf.

Johannes ist ein Eigenbrötler, in der Schule bleibt er für sich, auch später im Vokswirtschafts-Studium. Er führt ein ruhiges Leben. Doch irgendetwas stimmt nicht. Eines Tages bekommt er eine Lieferung mit Büchern seines Vaters, der in der DDR einen Literatur-Kreis mit Freunden betrieb. Und er findet einen sonderbaren Brief aus Norwegen.

Johannes macht sich auf die Suche, in eigenen Erinnerungen und der Geschichte seiner Eltern. Jügler gestaltet das in seinem Roman als kunstvolles, spannendes Spiel mit Zeiten und Perspektiven.

Sprecher Florian Lukas klingt mal kindlich-unbedarft, dann wieder drängend, suchend als erwachsener Johannes. So erlebt man intensive, spannende vier Hörbuch-Stunden.Eine Rezension von Christian Kosfeld

Literaturangaben:
Matthias Jügler: Die Verlassenen
Verlag Buchfunk, 3 Stunden 46 Minuten, 18 Euro

Stand: 07.05.2021, 15:46