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"Die Früchte die man erntet" von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Buchcover: "Die Früchte die man erntet" von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

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"Die Früchte die man erntet" von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Endlich ist der lang ersehnte siebte Band der "Bergmann-Reihe" des schwedischen Autorenteams Hjorth und Rosenfeldt erschienen. Und das Warten hat sich gelohnt!

Sebastian Bergmann ermittelt nicht mehr in der Reichsmordkommission, hat stattdessen eine psychologische Praxis eröffnet und sein seelisches Gleichgewicht wieder gefunden. Voller Hingabe kümmert er sich um seine Enkelin Amanda, und lebt mit seiner langjährigen Freundin Ursula zusammen, die als Gerichtsmedizinerin tätig ist.

Eines Tages sucht ein Mann seine Praxis auf, der Bergmanns Schicksal teilt, denn auch er verlor bei dem verheerenden Tsunami an Weihnachten 2004 ein Kind. Zugleicht hält ein Serienmörder Schweden in Atem. Bergmanns Tochter Vanja, die die zuständige Einheit leitet, bittet den Vater um Mithilfe. Das ganze spielt erkennbar im Hier und Heute, denn auch die Corona Pandemie spielt eine Rolle in diesem Thriller.

Der siebte Fall für Sebastian Bergmann ist hochspannend und clever konstruiert. Die Zusammenhänge werden erst spät, dann aber mit aller Wucht klar erkennbar. Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt beherrschen auch in diesem gemeinsam geschriebenen Kriminalroman die wohl einzigartige Fähigkeit, auf den letzten beiden Seiten eine Wahrheit zu präsentieren, die einen schier sprachlos macht und absolut gespannt auf das Erscheinen des nächsten, dann leider letzten "Sebastian-Bergmann-Krimis" warten lässt.

Eine Rezension von Andreas Wallentin

Literaturangaben:
Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt: Die Früchte, die man erntet
Aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein
Wunderlich Verlag, 2021.
512 Seiten, 24 Euro.

Stand: 26.11.2021, 11:02