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"Die Frau die nicht alterte" von Grégoire Delacourt

Foto Westermann Wallentin im Studio

Gemeinsamer Westermann-Wallentin-Tipp

"Die Frau die nicht alterte" von Grégoire Delacourt

Wie wäre es, würde man nicht für jedermann sichtbar alt werden ? Stattdessen immer so aussehen als wäre man 30? Jung also, attraktiv, makellos, keine Augenringe, kein Doppelkinn, keine Chickenwings an den Armen?

Der Franzose Delacourt hat darüber ein vergnügliches, manchmal auch wehmütiges Buch geschrieben. Im Mittelpunkt des Romans steht so ein Frauen-Wunder: Betty, die mit sechzig noch so jung aussieht, dass die Leute ihren erwachsenen Sohn für ihren alternden Liebhaber halten. Die ihrer Freundin Odette beim Altwerden und Faltenkriegen zusieht und sich nichts lieber wünscht, als so auszusehen wie sie. Sie konsultiert viele Ärzte, aber es gibt keine medizinische Erklärung für dieses Phänomen.

Das Alter und die Frauen, ein Buch, von einem Mann geschrieben. Wie gut weiß ein fast 60jähriger Autor wie das ist, mit den Frauen und dem Älterwerden? Vom Hörensagen sicher eine ganze Menge. Jedenfalls bedankt er sich am Ende bei mindestens drei Dutzend Frauen. Darunter bei Christine Lagarde, der Präsidentin der europäischen Zentralbank. Und sie ist immerhin Mitte 60.

Eine Rezension von Christine Westermann und Andreas Wallentin

Literaturangaben:
Grégoire Delacourt: Die Frau, die nicht alterte
Aus dem Französischen übersetzt von Katrin Segerer
Atlantik Verlag, 176 Seiten, 20 Euro

Stand: 29.11.2019, 14:52