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"Der die Träume hört" von Selim Özdogan

Buchcover: "Der die Träume hört" von Selim Özdogan

Buch der Woche

"Der die Träume hört" von Selim Özdogan

Nizar ist aus dem Ghetto raus, er ist sauber und will seine Ruhe. Doch dann erfährt er ohne Vorwarnung, dass er einen 17jährigen Sohn hat, und alle Wege führen zurück nach Westmarkt.

Selim Özdogan hat einen Kriminalroman geschrieben, voller Musik, Melancholie und Mephedron, der Droge, die so glücklich macht, dass ihre User alles tun, um an mehr zu kommen. Sein Privatdetektiv Nizar Benali ermittelt nicht an dunklen Straßenecken, sondern im Darknet. Die Welt mit ihren verworrenen Gefühlen und unklaren Beziehungen hält er auf Abstand.

Er ist ein Mann, der nicht weiß nicht, wer er ist und das auch nicht herausfinden möchte - bis seine Vergangenheit ihn findet, in Gestalt seines jugendlichen Sohnes, von dessen Existenz er nichts wusste. Und plötzlich stellen sich alle Fragen nach Zugehörigkeit, nach den Verlustes des sozialen Aufstiegs und danach, wer deinen Rücken hat.

Selim Özdogan schafft in jedem Genre unverwechselbare Literatur, die süchtiger macht als Mephedron.

Eine Rezension von Mithu Sanyal

Literaturangaben:
Selim Özdogan: Der die Träume hört
Edition Nautilus, 288 Seiten, 18 Euro

Selim Özdogan kann man erleben beim Leseclubfestival NRW:
4 Autor:innen / 4 Bücher / 4 Locations am 25. Januar 2020, 19:30 Uhr
www.leseclubfestival.nrw

Stand: 03.01.2020, 13:57