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Willi Wottreng über "Ein Irokese am Genfersee"

Willi Wottreng über "Ein Irokese am Genfersee"

Autor im Gespräch

Willi Wottreng über "Ein Irokese am Genfersee"

Kanada ist dabei, das Land der Irokesen zu besetzen. Chief Deskaheh will seine Heimat retten und weiß schließlich keinen anderen Ausweg, als nach Genf zu reisen, um sich an den Völkerbund zu wenden.

Die sechs Irokesenstämme, die sich zum Verbund der "Six Nations" zusammengeschlossen haben, betrachten sich als älteste Demokratie der Welt. Doch Kanada ist der Staat-im-Staate der Indianer ein Dorn im Auge.

Chief Deskaheh reist erst nach London, um sich vom Verbündeten Großbritannien bestätigen zu lassen, dass die britische Krone den Irokesen ihr Land zugewiesen hatte. Als von dort keine Unterstützung kommt, reist Deskaheh 1923 nach Genf, um sein Anliegen vor dem Völkerbund vorzutragen. Eine Odyssee durch die europäische Bürokratie und durch den Interessendschungel der internationalen Mächte beginnt.

Willi Wottreng erzählt die Geschichte von Chief Deskaheh detailreich, authentisch und so, dass man noch fast 100 Jahre später die Wut und Verzweiflung Deskahehs nachempfindet.

Eine Rezension von Dina Netz

Willi Wottreng über "Ein Irokese am Genfersee"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch 13.10.2018 11:23 Min. WDR 5

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Literaturangaben:
Willi Wottreng: Ein Irokese am Genfersee. Eine wahre Geschichte
bilgerverlag, 198 Seiten, 24 Euro

Stand: 11.10.2018, 12:31