Verena Mermer über "Autobus Ultima Speranza"

Verena Mermer über "Autobus Ultima Speranza"

Autorin im Gespräch

Verena Mermer über "Autobus Ultima Speranza"

Ein Nachtbus unterwegs von Wien nach Rumänien. Es ist der "Bus der letzten Hoffnung", die Insassen schuften auf dem europäischen Arbeitsmarkt und träumen von einem besseren Leben.

An einem Dezemberabend fährt der knallpinke Fernbus Ultima Speranza, der "Bus der letzten Hoffnung", von Wien nach Rumänien. Die Nachtfahrt bringt die verschiedenen Insassen zusammen. Da ist Daiana, die trotz Hochschulabschluss in Wien als Putzfrau arbeitet. Oder Florin, der als Erntehelfer arbeitet, damit seine Mutter in Bukarest in Ruhestand gehen kann. Tudor arbeitet im Schlachthof, Silviu hat in Ingolstadt in einer Autofabrik gearbeitet, und zunehmend mit den Robotern, die die Arbeiter ersetzten, konkurriert.

Der Roman ist wie eine Momentaufnahme, wie ein genauer, radikaler Blick in die Untiefen des liberalisierten, europäischen Arbeitsmarktes. Klug und eindringlich reflektiert die Autorin die Geschichten und Gedanken derer, die für uns die "Drecksarbeit" machen. Mermer zeigt zudem was es mit einer Gesellschaft macht, wenn ganze Generationen fehlen, weil sie im Ausland arbeiten müssen.

Eine Rezension von Theresa Hübner

Verena Mermer über "Autobus Ultima Speranza"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch | 03.11.2018 | 11:02 Min.

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Literaturangaben:
Verena Mermer: Autobus Ultima Speranza
Residenz, 200 Seiten, 20 Euro

Stand: 02.11.2018, 12:17