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Stephan Thome über "Pflaumenregen"

Stephan Thome über "Pflaumenregen"

Autor im Gespräch

Stephan Thome über "Pflaumenregen"

Der Roman "Pflaumenregen" erzählt eine Familiengeschichte aus Taiwan, beginnend in den 1940er Jahren. Im Mittelpunkt steht Umeko, die in einer Kleinstadt im Norden der Insel aufwächst.

50 Jahre lang, von 1895 bis 1945, war Taiwan eine japanische Kolonie. Nach dem Ende der Besatzung ändert sich für die Einwohner der Insel alles. Japanisch wird verboten; die Menschen müssen Chinesisch sprechen; die Besatzer ziehen ab, dafür kommen zwei Millionen Chinesen vom Festland.

Vor dem Hintergrund dieser politischen Umbrüche erzählt Stephan Thome die Geschichte von Umeko, die als Kind einer wohlhabenden Mittelschichtfamilie aufgewachsen ist und plötzlich ihre persönliche und politische Identität verliert. Umeko heißt nach der Sinisierung Hsiao Mei.

Jahrzehnte später, zum 82. Geburtstag Umekos, kehrt ihr in die USA emigrierter Sohn nach Taiwan zurück. Er möchte einen Roman über die Geschichte der Familie schreiben und begibt sich auf Spurensuche.

"Pflaumenregen" ist ein packendes Familienepos über vier Generationen vor der wechselvollen Geschichte Taiwans. Darüberhinaus beleuchtet der Roman menschliche Schicksale, die sich durch politische Rahmenbedingungen plötzlich grundlegend wandeln.

Sehr fesselnd und zugleich lehrreich erzählt Stephan Thomes Taiwan-Roman auch vom Zweiten Weltkrieg aus einer hierzulande kaum bekannten ostasiatischen Perspektive.

Eine Rezension von Barbara Geschwinde

Stephan Thome über "Pflaumenregen"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch 13.11.2021 12:32 Min. Verfügbar bis 12.11.2022 WDR 5


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Literaturangaben:
Stephan Thome: Pflaumenregen
Suhrkamp, 2021
526 Seiten, 25 Euro

Stand: 12.11.2021, 08:22