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Paul Ingendaay über "Königspark"

 Paul Ingendaay über "Königspark"

Autor im Gespräch

Paul Ingendaay über "Königspark"

Der neue Roman von Paul Ingendaay kreist um Zwangsprostituierte, die fast schutzlos ihren Freiern ausgeliefert sind – die Kampfsportlerin Nuria beschließt, ihnen zu helfen.

Nachts stehen sie in Madrids größtem Park, der Casa de Campo, und warten auf Freier. Die zahlen allerdings nicht immer die vereinbarte Summe. Manchmal werden sie gewalttätig. Als die Kampfsportlerin Nuria diese Zustände mitbekommt, beschließt sie, die Frauen zu beschützen. Der Zuhälter Rico Vargas duldet das, weil sein System davon profitiert. Als sich allerdings auch noch ein Journalist für die Frauen in der Casa de Campo zu interessieren beginnt, spitzt sich die Situation zu.

Paul Ingendaay hat als FAZ-Redakteur und Schriftsteller lange in Madrid gelebt. Seine Recherchen zur Casa de Campo stammen aus den Jahren 2005 und 2006. Anfang des Jahrtausends galt der Madrider Straßenstrich als der größte Europas. Paul Ingendaays Roman ist ein aufrüttelndes Dokument über Sklaverei mitten in einer westlichen Gesellschaft, aber auch ein vielstimmiges Porträt einer unruhigen Epoche.

Eine Rezension von Dina Netz

Paul Ingendaay über "Königspark"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch 24.03.2019 10:57 Min. Verfügbar bis 21.03.2020 WDR 5

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Literaturangaben:
Paul Ingendaay: Königspark
Piper Verlag 400 Seiten, 22 Euro

Stand: 22.03.2019, 13:38