Martin Schäuble über "Cleanland"

Martin Schäuble über "Cleanland"

Autor im Gespräch

Martin Schäuble über "Cleanland"

Ein Land, in dem Hygiene das oberste Gebot ist – Martin Schäuble entwirft in seinem Jugendroman "Cleanland" eine erschreckende Gesundheitsdiktatur.

Martin Schäuble beschäftigt sich immer wieder mit harten Stoffen – Rechtsradikalismus, Dschihadismus, Rechtspopulismus. In seinem neuen Jugendroman "Cleanland" leben die Menschen in einer Gesundheitsdiktatur, in der Hygiene und Abstand die obersten Gebote sind und Vergehen streng geahndet werden.

In der "Zeit nach den großen Pandemien" leben die Menschen in Cleanland nach den Geboten des Ministeriums für Reinheit: Sie berühren sich nicht, tragen Ganzkörper-Schutzanzüge und am Handgelenk einen Controller, der ihre Körperwerte und ihr Verhalten überwacht. Außerhalb der Familie haben alle nur jeweils eine registrierte Kontaktperson. Ältere Menschen leben in abgeschotteten Schutzräumen. Für die jugendliche Schilo ist das ganz normal.

Doch dann gerät die Familie ihrer Freundin Samira ins Visier des Ministeriums für Reinheit, und Schilo beginnt, ihr Leben in Cleanland in Frage zu stellen. Ein beängstigender und plastisch geschriebener Roman über ein entmenschlichtes Land.

Eine Rezension von Dina Netz

Martin Schäuble über "Cleanland"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch 14.11.2020 11:33 Min. Verfügbar bis 13.11.2021 WDR 5


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Literaturangaben:
Martin Schäuble: Cleanland
Fischer Kinder- und Jugendbuchverlag, 208 Seiten, 14 Euro
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren

Stand: 13.11.2020, 13:36