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Marjana Gaponenko über "Der Dorfgescheite"

Marjana Gaponenko über "Der Dorfgescheite"

Autorin im Gespräch

Marjana Gaponenko über "Der Dorfgescheite"

Erst sind es die Frauen, die Marjana Gaponenkos Helden Ernest Herz verwirren. Und dann die Erfahrungen als Bibliothekar in einem Kloster. "Der Dorfgescheite" wird dann zum richtigen Krimi.

Im Lebensmittelpunkt von Ernest Herz steht das Sammeln von Freundinnen und Liebschaften, dafür lebt er und dabei ist er sehr erfolgreich. Hunderte von Karteikarten hat er von seinen Liebschaften angelegt. Genau buchführend, wie groß die Frauen sind und welche Eigenschaften sie haben. Noch etwas anderes zeichnet Ernest Herz aus, er trägt eine Augenklappe. Sie ist sein Geheimnis und sobald eine der Frauen ihn bittet, diese abzunehmen, ist es sofort vorbei.

Doch Herz ist dieses hedonistischen Lebensstils überdrüssig und entschließt sich zu einem radikalen Wandel seiner Lebensführung. Er wird Bibliothekar in einem Mönchskloster. Schon bald ist er aber weniger an der Inventarisierung der Bücher interessiert als an der mysteriösen Selbstmordgeschichte seines Vorgängers als Bibliothekar. Wieso hat der sich verbrannt, und was hat das Ganze mit der geheimnisvollen mittelalterlichen Schrift, dem "Dialogus miraculorum" zu tun, die Herz per Zufall findet? Und welche Rolle spielt dabei der androgyne Kellner Raphael aus der Dorfschänke?

Die Recherche des Ernest Herz zur Herkunft der mittelalterlichen Schrift entwickelt sich zu einem geheimnisvollen Kriminalfall mit tragischen Folgen. Die Geschichte spielt in der Gegenwart, wirkt aber zeitlos archaisch und erinnert an Umberto Ecos "Der Name der Rose".

Eine Rezension von Terry Albrecht

Marjana Gaponenko über "Der Dorfgescheite"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch | 15.09.2018 | 11:04 Min.

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Literaturangaben:
Marjana Gaponenko: Der Dorfgescheite. Ein Bibliothekarsroman
C.H. Beck, 287 Seiten, 22 Euro

Stand: 14.09.2018, 13:21