Mareike Fallwickl über "Das Licht ist hier viel heller"

Mareike Fallwickl über "Das Licht ist hier viel heller"

Autorin im Gespräch

Mareike Fallwickl über "Das Licht ist hier viel heller"

Maximilian Wenger, einst gefeierter Schriftsteller, erlebt nach seiner Scheidung den Absturz. Vor seiner Tochter Zoey liegt die Zukunft, aber sie kämpft mit der Gegenwart. Beide finden auch über die Lektüre derselben Briefe nicht zueinander.

Mareike Fallwickl hat 2018 für ihr Debüt “Dunkelgrün fast schwarz” viel Anerkennung bekommen. Jetzt folgt das nächste Buch, das Elemente von Familien-, Coming-of-Age-, Künstler- und #MeToo-Roman enthält.

Der Schriftsteller Maximilian Wenger ist die eine Hauptfigur, die andere seine Tochter Zoey. Ihr Verhältnis ist schwierig, spätestens seit Wenger von seiner Frau rausgeworfen wurde und sich in seiner "Junggesellenbude" gehen lässt. Als Wenger in seinem Briefkasten Post findet, die an seinen Vormieter adressiert ist, bringt diese ihn auf neue Ideen. Auch Zoey liest die Briefe, aber mit einem ganz anderen Blick darauf. Vater und Tochter starten neu, jedoch in ganz unterschiedliche Richtungen.

Mareike Fallwickl erzählt schonungslos und zugleich einfühlsam von zwei Suchenden. Weniger schonungslos erzählt sie vom Literaturbetrieb und alten weißen Männern.

Literaturangaben:
Mareike Fallwickl: Das Licht ist hier viel heller
Frankfurter Verlagsanstalt, 384 Seiten, 24 Euro

Stand: 18.10.2019, 12:52