Jens Eisel über "Cooper"

Autor im Gespräch

Jens Eisel über "Cooper"

Stand: 14.04.2022, 08:34 Uhr

Es scheint ein ganz normaler Flug von Portland nach Seattle zu sein. Doch der Passagier mit dem dunklen Anzug, der im hinteren Teil des US- amerikanischen Flugzeuges Platz genommen hat, ist ein Entführer.

Der Mann heißt Richard und ist als Dan Cooper eingecheckt. Während der Fluges teilt er der Crew mit, dass sich in seinem Aktenkoffer eine Bombe befindet. Nach der Landung in Seattle, solle die Maschine betankt werden und ohne Passagiere weiter fliegen. Außerdem fordert Richard ein Lösegeld von 200 Tausend US Dollar, einen Wäschesack und vier Fallschirme.

Das FBI geht auf seine Forderungen ein und lässt das Flugzeug erneut starten. Der Pilot fliegt auf einer geringeren Höhe und vernimmt zusammen mit der Crew plötzlich ein Geräusch. Cooper hat die Heckklappe geöffnet und ist mit dem Lösegeld aus dem fliegenden Flugzeug gesprungen.

In seinem neuen Roman "Cooper" zeichnet Jens Eisel literarisch eine wahre Begebenheit nach. Den Entführer Dan Cooper hat es wirklich gegeben. Nachdem er am 24. November 1971 aus dem Flugzeug gesprungen war, bleibt er bis heute spurlos verschwunden. So wurde er unter D.B. Cooper zur geheimnisvollen Legende.

Der Schriftsteller Jens Eisel taucht nicht nur in den Lebensweg und die Gedankenwelt seines Protagonisten ein, sondern entwirft in seinem Roman "Cooper“ auch ein Porträt der Flugzeugcrew und eines FBI- Agenten. Nach fast 50 Jahren stellte man die Suche nach Cooper ein. Im Roman ist der Entführer kein unfassbares Phantom mehr, denn Jens Eisel hat ihm darin eine mögliche Perspektive eröffnet.

Eine Rezension von Claudia Cosmo

Jens Eisel über "Cooper"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch 16.04.2022 11:12 Min. Verfügbar bis 14.04.2023 WDR 5


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Literaturangaben:
Jens Eisel: Cooper
Piper Verlag, 2022
224 Seiten, 22 Euro