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Dirk von Lowtzow über "Aus dem Dachsbau"

Dirk von Lowtzow über "Aus dem Dachsbau"

Autor im Gespräch

Dirk von Lowtzow über "Aus dem Dachsbau"

Dirk von Lowtzow hat 1993 mit seiner Band Tocotronic den deutschen Diskursrock erfunden. Mit 47 bringt er sein erstes Buch heraus – eine alphabetisch geordnete, lesenswerte Sammlung von 73 Miniaturen.

Dirk von Lowtzow ist nicht nur Sänger der Band Tocotronic. Er ist auch Alltagspoet, Flaneur und Kinogänger, Klopapier-Horter, Coca-Cola-Süchtler, Tierflüsterer – so zumindest geht es aus seinem ersten Buch "Aus dem Dachsbau" hervor.

In 73 alphabetisch geordneten Miniaturen schreibt er über seinen früh verlorenen Kindheitsfreund, über seine Außenseiterstellung als Jugendlicher, über seine frühe Vorliebe für Science Fiction, David Bowie, die Literatur der Dekadenz und über seine Fluchten an entlegene Orte. Hineingemischt findet man surreale Momente, in denen von Lowtzow mit Singvögeln redet, mit einem großen Hund oder mit dem Operettenbär, der singend die Steigleitungen seines Hauses bewohnt.

Man erfährt viel über von Lowtzows Lese-, Seh- und Hörgewohnheiten, über seinen Werdegang als Künstler und Mensch – und darüber, was ihn in den Randzeiten seiner Tage und Touren umtreibt. Ein Muss für Fans. Und auch alle anderen werden hier belohnt mit schlüssigen Merksätzen wie: "Die Apokalypse endet meist im Gemüsegarten."

Eine Rezension von Fabian May

Dirk von Lowtzow über "Aus dem Dachsbau"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch 16.02.2019 11:28 Min. Verfügbar bis 15.02.2020 WDR 5

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Literaturangaben:
Dirk von Lowtzow: Aus dem Dachsbau
Kiepenheuer & Witsch, 192 Seiten, 20 Euro

Stand: 15.02.2019, 12:03