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Cora Stephan über "Margos Töchter"

Cora Stephan über "Margos Töchter"

Autorin im Gespräch

Cora Stephan über "Margos Töchter"

Zwei Frauen wachsen getrennt voneinander auf; eine im Westen, die andere im Osten des geteilten Deutschland. Doch sie verbindet etwas, ohne dass die beiden selbst es ahnen.

Erst eine Generation später begibt sich die Tochter auf Spurensuche. Jana Seliger realisiert, dass es ein Geheimnis in ihrer Familie gibt, das sie lüften muss. Inzwischen ist Deutschland wiedervereint und Jana nutzt die Möglichkeit, Einsicht in die Akten der Staatssicherheit zu nehmen.

Cora Stephan hat in ihrem Roman die Geschichte der BRD und die der DDR seit 1968 in einen atmosphärischen und packenden Roman verarbeitet. Die Handlung ist komplex und spiegelt damit auf geniale Weise die nicht immer leicht zu durchschauenden, teilweise geheimen Beziehungen und Verhandlungen zwischen den beiden deutschen Staaten.

Gut 30 Jahre nach dem Fall der Mauer erscheint dieser Roman zur richtigen Zeit, um die jüngste Vergangenheit unseres Landes besser zu verstehen. Vor allem macht er durch die Auswahl der Protagonistinnen deutlich, dass die deutsche Geschichte nicht nur von Männern geschrieben und vorangebracht wurde. Außergewöhnliche Frauen hatten einen wesentlichen Anteil daran.

Eine Rezension von Barbara Geschwinde

Cora Stephan über "Margos Töchter"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch 09.05.2020 10:10 Min. Verfügbar bis 08.05.2021 WDR 5

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Literaturangaben:
Cora Stephan: Margos Töchter
Kiepenheuer & Witsch, 400 Seiten, 22 Euro

Stand: 08.05.2020, 13:16