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Christoph Keller über "Der Boden unter den Füßen"

Christoph Keller über "Der Boden unter den Füßen"

Autor im Gespräch

Christoph Keller über "Der Boden unter den Füßen"

Eine Utopie in Zeiten wie diesen? Das ist mutig. Der Schweizer Christoph Keller wagt es. Er erzählt von Menschen, die den Stillstand als Überlebensrezept entdecken.

"Jetzt, da alles gut wird..." So beginnt Christoph Kellers Roman. In unseren dystopischen Zeiten ist das eine geradezu verwegene Ausgangssituation. Zumal zunächst einmal nichts gut ist: Der Ich-Erzähler Lion hat, zusammen mit seinem Bruder, ein sehr erfolgreiches Architekturbüro betrieben, das auf Brückenbau spezialisiert war. Eine ihrer Brücken ist eingestürzt, elf Menschen starben. Lion hat seinen Beruf daraufhin aufgegeben.

Er beginnt ausgedehnte Spaziergänge durch seinen Garten, bei denen ihm Einsichten über die Zukunft der Menschheit kommen. Er fordert ein Zivilisationsmoratorium, zehn Jahre Stillstand, Nullwachstum. Immer mehr Menschen schließen sich seinen Wanderungen durch den Garten an. Christoph Keller hat ein poetisches und zuversichtliches Buch über die Fähigkeit des Menschen geschrieben, sich vielleicht doch noch zu begrenzen.

Eine Rezension von Dina Netz

Christoph Keller über "Der Boden unter den Füßen"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch 07.12.2019 10:35 Min. Verfügbar bis 05.12.2020 WDR 5

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Literaturangaben:
Christoph Keller: Der Boden unter den Füßen. Eine Fantasie
Limmat Verlag 160 Seiten, 26 Euro

Stand: 06.12.2019, 14:08