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Christoph Peters über Annegret Helds "Eine Räuberballade"

Annegret Held über "Eine Räuberballade"

Christoph Peters über Annegret Helds "Eine Räuberballade"

Ein Dorf im Westerwald Ende des 18. Jahrhunderts – das Leben ist entbehrungsreich, aber Annegret Held trotzt ihm schöne und witzige Seiten ab.

Der Bauer Wilhelm verprügelt seinen aufmüpfigen Sohn Hannes so heftig, dass der abhaut und beschließt, Räuber zu werden. Ganz so einfach ist das allerdings nicht. Wilhelm bereut seine Tat, hat aber mit einer bettlägerigen Frau und einer kleinen Tochter auch noch genug andere Probleme. Die junge Gertraud beschließt, ebenfalls Scholmerbach zu verlassen und verdingt sich als Magd – arbeitet mit ihren kräftigen Armen und ihrem losen Mundwerk aber eher wie ein Knecht.

Im dritten Band ihrer Westerwald-Trilogie setzt Annegret Held den kleinen Leuten von Scholmerbach ein Denkmal, deren Leben hart und entbehrungsreich ist, die aber dennoch nicht auf ihre Portion Glück verzichten möchten. Held lässt sie Westerwälder Platt sprechen und ist auch sonst ganz nah bei ihren nicht immer schlauen, aber wackeren Figuren.

Eine Rezension von Dina Netz

Christoph Peters über Annegret Helds "Eine Räuberballade"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch 17.10.2020 14:33 Min. Verfügbar bis 16.10.2021 WDR 5

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Literaturangaben:
Annegret Held: Eine Räuberballade
Eichborn Verlag, 318 Seiten, 22 Euro

Stand: 16.10.2020, 12:26