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Alina Bronsky über "Der Zopf meiner Großmutter"

Alina Bronsky über "Der Zopf meiner Großmutter"

Autorin im Gespräch

Alina Bronsky über "Der Zopf meiner Großmutter"

Die Liebe im Alter und die Liebe der Alten. Alina Bronsky schreibt in ihrem neuen Roman über Familie, Heimat und die Rolle der (Groß-)Mutter.

Die russische Exil-Patchworkfamilie des kleinen Maxim besteht neben ihm selbst noch aus Großmutter Margarita und Großvater Tschingis.

Doch es gibt Zuwachs. Als Nina mit ihrer Tochter in das Wohnheim einzieht, verguckt sich der Großvater in die neue Nachbarin. Auch wenn die Großmutter zunächst noch blind auf diesem Auge ist, bleibt die Liaison auch von ihr nicht lange unbemerkt. Doch anstatt sich von Tschingis zu trennen, lässt sie zu, dass die Familie weiter wächst. Und damit das Konfliktpotenzial rund um Themen wie Verantwortung, Sorgerechte und -Pflichten.

Diese Geschichte handelt von Menschen, die angesichts des bröckelnden Matriarchats der Großmutter neue Formen des Zusammenlebens erfahren. Eine neue Mutterschaft im Alter, ein kleiner Onkel und die Suche nach dem eigenen Platz in diesem Geflecht.

"Der Zopf meiner Großmutter" ist ein detailliertes Familienpanorama, dass keinen der Charaktere so eindimensional darstellt, wie es bequem für den Leser wäre. Doch gerade diese Vielschichtigkeit und das Spiel mit Erwartungen macht dieses Buch so lesenswert.

Eine Rezension von Jakob Stärker

Alina Bronsky über "Der Zopf meiner Großmutter"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch 11.05.2019 11:45 Min. Verfügbar bis 09.05.2020 WDR 5

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Literaturangaben:
Alina Bronsky: Der Zopf meiner Großmutter
Kiepenheuer & Witsch, 224 Seiten, 20 Euro

Stand: 10.05.2019, 12:41