Nelson Müller - Ein Hansdampf aus Essen

Nelson Müller bei der Aufzeichnung der WDR-Talkshow "Kölner Treff" im WDR im März 2019.

Nelson Müller - Ein Hansdampf aus Essen

Nelson Müller (Jahrgang 1979) gehört zu Deutschlands bekanntesten Köchen. Nicht nur wegen seines Michelin-Sterns, sondern auch wegen seiner Medienpräsenz. Wie kriegt der Mann, der als Vierjähriger nach Deutschland kam, seine beiden Lokale, seine Kochbücher, seine Sendung und sein Privatleben unter einen Hut? Als Gast bei "Alles in Butter" erzählt er davon.

Geboren wurde Nelson Müller in Ghana, damals war sein Nachname noch Nutakor. Den Namen Müller verdankt er seiner deutschen Pflegefamilie, bei der er aufgewachsen ist. Offiziell adoptiert wurde Nelson Müller allerdings erst 2013. Als Koch bekannt ist er schon länger, spätestens seit 2011, als seinem ersten eigenen Restaurant "Schote" in Essen erstmals ein Michelin-Stern verliehen wurde. Den Stern hat er immer noch, ein zweites Restaurant ist dazugekommen, die Brasserie "Müllers auf der RÜ". Ursprünglich waren die Lokale an verschiedenen Standorten zu finden, seit dem 29. Mai 2019 teilen sie sich dieselbe Adresse am Rüttenscheider Stern in Essen.

Aber Nelson Müller kann nicht nur kochen. Er ist auch ein Entertainer. Schon kurz nach seinen ersten Auftritten im WDR-Fernsehen ("Die rote Schürze") war er bei weiteren Sendern zu sehen (ZDF, Sat1). Bis heute ist er ein häufiger Gast auf dem Bildschirm. Und damit nicht genug: Nelson Müller ist auch begeisterter Musiker. Er singt bevorzugt deutsche Texte, ist damit sogar schon mal in der Show von Helene Fischer aufgetreten.

Und irgendwie schafft er es zusätzlich zu all dem auch noch, regelmäßig Kochbücher zu schreiben. Das erste hieß "Öfter vegetarisch – Echter Geschmack für Teilzeit-Vegetarier", das zweite "Meine Rezepte für Body and Soul". Ganz aktuell ist erschienen: "Heimatliebe – Meine deutsche Küche".

Redaktion: Verena Cappell und Heiko Hillebrand


Nelson Müller - Ein Hansdampf aus Essen

WDR 5 Alles in Butter 01.06.2019 46:46 Min. WDR 5

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  • Adresse der Restaurants "Schote" und "Müllers auf der RÜ":

Rüttenscheider Straße 62
45130 Essen
Telefon: 0201 780 107

  • Nelson Müllers neues Kochbuch ist am 22. März erschienen:

"Heimatliebe – Meine deutsche Küche"
240 Seiten, 24,95 €
Verlag Dorling Kindersley 2019

Apfelkuchen
Zutaten für eine Springform von 26 cm Durchmesser

750 g Cox Orange (etwa 4-5 Äpfel)
125 g Butter
120 g Zucker
2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
200 g Mehl
1 gehäufter Teelöffel Backpulver
3 Eier
1 ungespritzte Zitrone
1 Prise Salz, Milch, Semmelbrösel

Zubereitung

Auch wenn der Boskop allgemein immer noch als der beste Apfel fürs Kochen und Backen gilt und die Oma von Helmut Gote, von der dieses Rezept stammt, den immer genommen hat: Herr Gote empfiehlt heute Cox Orange, weil er Hitze ebenso gut verträgt und wegen seines sehr schönen süßsauren Aromas viel feiner schmeckt.

Fangen Sie mit dem Rührteig an: Die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und einem halben Teelöffel Salz schaumig rühren, dann die Eier hinzufügen und schließlich die abgeriebene Schale von einer Zitrone. Wenn das alles cremig ist, schütten Sie die erste Hälfte des mit Backpulver vermischten Mehls hinein und verrühren es; dann die zweite Hälfte, die auch wieder verrührt werden muss. Jetzt sollte der Teig weich und dick cremig sein, aber nur wenig verlaufen. Wenn er zu fest ist, rühren Sie etwas Milch ein. Buttern Sie die Springform schön dick aus und streuen die Semmelbrösel sorgfältig hinein. Verteilen Sie den Teig gleichmäßig, und heizen Sie den Backofen schon mal auf 180 Grad vor. Danach die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Schneiden Sie sie oben möglichst eng längs ein; die Stücke müssen aber noch zusammenhalten. Legen Sie die Viertel so eng wie möglich nebeneinander, wobei sie immer noch durch etwas Teig dazwischen getrennt sein sollten. Drücken Sie sie so tief in den Teig, dass sie etwa zur Hälfte einsinken. Helmut Gote fängt immer außen an und arbeitet sich dann kreisförmig nach innen vor; meistens braucht er 4 ½ mittelgroße Äpfel - in der Mitte müssen Sie möglicherweise etwas kleiner stückeln, damit die Äpfel schön eng liegen. Ab in den Backofen damit, und wenn der Kuchen nach 45 Minuten goldbraun ist und die Äpfel fast komplett eingesunken, aber noch wie Bullaugen zu sehen sind, haben Sie alles richtig gemacht. Jetzt muss  er nur noch auf dem Kuchengitter abkühlen - und vergessen Sie beim Servieren nicht die Schlagsahne!

Rezept: Helmut Gote

Stand: 31.05.2019, 10:24