Einfach erfrischend - Buttermilch im Test

Verschiedenste Buttermilch und Kefir Variationen in Gläsern mit Strohhälmen und dekorierenden Früchten.

Einfach erfrischend - Buttermilch im Test

Buttermilch gehört zu dieser Art von Getränken, die es immer schon gab, über die aber nie geredet wurde. In den 70er und 80er Jahren waren sie als unkompliziertes Erfrischungsgetränk im Sommer sehr beliebt.

Heute führt die Buttermilch eher ein Schattendasein. Doch eigentlich könnte sie voll im Trend liegen: sie ist gesund, kalorienarm und schmeckt gut, findet jedenfalls Helmut Gote, der schon als Jugendlicher gerne Buttermilch trank. Andere fremdeln eher mit dem Produkt, das quasi nebenbei bei der Butterherstellung entsteht und eigentlich gar keine Butter oder Milch mehr enthält.

Für Alles in Butter hat Cheftesterin Sigrid Müller mit einem Blindverkostungsteam verschiedene Sorten aus dem Supermarktregal getestet. Im Studio präsentiert sie die Ergebnisse, die sie anschließend zusammen mit Elif Senel und Helmut Gote auch mit anderen Erfrischungsgetränken wie Ayran und Kefir vergleicht. Außerdem zeigen die drei, wie man die Buttermilch ganz einfach als Shake oder als Dessert geschmacklich veredeln kann.


Von lecker bis langweilig: Buttermilch im Test  

An kaum einem Sauermilchprodukt scheiden sich so die Geister wie an der Buttermilch. Während die einen den erfrischend säuerlichen Geschmack gerade jetzt im Sommer lieben, können die anderen diesem Getränk absolut nichts abgewinnen. Dabei ist Buttermilch als Restprodukt aus der Butterproduktion nicht nur preiswert sondern auch ausgesprochen gesund.

Der Test

Probiert wurden neun Buttermilchprodukte (pur, ohne Fruchtzusätze) aus dem Supermarkt und vom Discounter. Drei Bio Produkte waren dabei. Die Expertenrunde bei der Kostprobe bestand aus einer Mitarbeiterin der Landesvereinigung Milchwirtschaft NRW, einer Mitarbeiterin der Molkerei Friesland/Campina, außerdem dabei war ein Ernährungsexperte aus Bonn.

Mittelmäßige Noten        

Die Geschmacksbewertung der Tester reichte bei den Buttermilchprodukten von „langweilig“ bis „lecker“. Fünfmal gab es die Note befriedigend, viermal gab es nur ein Ausreichend. Das häufigste Geschmacksproblem in der Probierrunde: Die Buttermilch schmeckte den Testern entweder nicht säuerlich genug oder war zu sauer, einige der Produkte wurden außerdem als zu dünn- oder zu dickflüssig empfunden. Testsieger war die „Buttermilch“ von Weihenstephan mit kleinen Butterflöckchen, auf dem letzten Platz landete die „Reine Buttermilch“ der Firma Müller, bei ihr wurde unter anderem ein leichter Fremdgeschmack kritisiert. 

Feine Unterschiede in der Kennzeichnung

Steht „Reine Buttermilch“ auf dem Becher, dann ist kein Zusatz von Magermilch oder Wasser beim Buttern erlaubt. Bei der Kennzeichnung „Buttermilch“ dürfen solche Zutaten beim Buttern hinzugefügt werden. In unserer Kostprobe waren drei Produkte nur als „Buttermilch“ deklariert. Geschmacklich hat sich das nicht ausgewirkt. 

Ein gesunder Durstlöscher

Buttermilch entsteht, wenn Milch oder Sahne verbuttert werden. Beim Buttern ballen sich die Fettkügelchen zusammen, übrig bleibt die Buttermilch. Beim Verbuttern von Süßrahm muss die anfallende Buttermilch nachträglich mit Bakterienkulturen gesäuert werden. Buttermilch ist sehr gesund. Sie enthält nur maximal 1%Fett und ist damit sehr kalorienarm. Außerdem ist Buttermilch reich an Calcium, Eiweiß und Vitaminen.

Redaktion: Ursula Daalmann


Buttermilch-Rezepte
von Helmut Gote






Erdbeer-Buttermilch

Zutaten für einen knappen Liter Shake

  • 250ml Buttermilch
  • 250g Joghurt
  • 500g Erdbeeren
  • 10 Blätter frische Pfefferminze
  • 2 Esslöffel Birnen- oder Apfeldicksaft
  • Zucker nach Bedarf

Zubereitung:

Die Erdbeeren waschen und putzen. Alle Zutaten im Mixer gut pürieren. Anschließend nach persönlichem Geschmack noch mit Zucker. Im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Zwieback-Buttermilch (Zutaten pro Person)

Zutaten:

  • 3 Scheiben Zwieback
  • 250ml Buttermilch
  • 1 Esslöffel feiner Rohrzucker

Zubereitung:

Zwieback in Stücke brechen, die in einen tiefen Teller gelegt, mit Zucker bestreut und mit kalter Buttermilch übergossen werden. Dann kurz warten, bis die Zwiebacks gerade weich werden und auflöffeln….
Mit Rohrzucker ist die Süße noch aromatischer, und frisches Obst könnte zusätzlich zur Attraktivität beitragen.





Lorbeer-Buttermilchmousse mit Beerensauce

Zutaten:

Für die Mousse:

  • 500ml Bio-Buttermilch
  • 200g Schmand (20 % Fett)
  • 150 Gramm Zucker
  • 5 Lorbeerblätter
  • Saft von einer Zitrone
  • 5 Blatt Gelatine

Für die Sauce:

  • 250g gefrorene Beeren-Mischung (Himbeeren, rote/schwarze Johannisbeeren, Heidelbeeren)
  • 120g Zucker

Zubereitung:

Für die Mousse den Zucker mit 150 ml Wasser, den Lorbeerblättern und etwas Zitronensaft etwa 5 Minuten lang offen kochen lassen bis ein Sirup entstanden ist, dann den Sirup mit den Lorbeerblättern darin abkühlen und 4 Stunden durchziehen lassen. Die Gelatine in viel Wasser 5 Minuten lang einweichen, dann etwas Buttermilch erwärmen (lauwarm), die abgetropfte und ausgedrückte Gelatine darin auflösen, mit der restlichen Buttermilch, Zitronensaft und dem Sirup (ohne die Lorbeerblätter) vermischen und im Kühlschrank kalt werden lassen. Sobald die Buttermilch anfängt, fest zu werden, den Schmand mit einem Schneebesen sorgfältig unterziehen. Dann die Mousse mindestens 6 Stunden, besser über Nacht fest werden lassen.
Für die Sauce die Himbeeren auftauen. Aus dem Zucker wie beschrieben mit 120 ml Wasser einen Sirup herstellen. Die Himbeeren im Mixer pürieren und während des Pürierens den heißen Sirup zugießen. Sobald die Sauce homogen ist, wird sie mit einem Gummispatel oder Löffel durch ein Sieb in eine Schüssel passiert, um die Kerne zu entfernen, fertig.
Zum Servieren die Sauce auf Dessertteller gießen, von der Mousse mit einem in heißes Wasser getauchten Löffel lustig geformte Portionen abstechen und in der Mitte der Sauce platzieren

Stand: 04.08.2017, 13:05

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