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23.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht

Erdbeerkonfitüre im Test

Erdbeerkonfitüre in einem Einmachglas

Erdbeerkonfitüre im Test

Auch nach Wochen der Erntesaison sind Erdbeeren gut zu genießen. Zum Ende schmecken sie meistens noch besser. 3,5 Kilogramm verbraucht ein Mensch in Deutschland im Schnitt pro Saison. "Alles in Butter" hat fertige Erdbeerkonfitüren getestet und gibt Tipps fürs Selbermachen.

Die Erdbeere ist zur Zeit "In-Frucht". Überall Menschen mit Erdbeeren: Mit Eis, als Frucht auf dem Kuchen, pur - manche essen sie sogar aus großen Schüsseln in der Mittagspause "to go". Was die Sorten angeht, gibt es bei uns im Handel meist nur wenig Abwechslung. Eine beliebte Sorte ist die "Elsanta"- Erdbeere. "Rassig", wie Moderator Uwe Schulz findet.

Pur schon lecker, aber auch mit aromatisierten Zutaten lässt sich aus jeder Beere noch etwas Feines zaubern. Selbstgekocht oder als Konfitüre aus dem Supermarkt, Chef-Testerin Sigrid Müller und ihr Team haben die süßen Streich- und Dip-Varianten getestet. Nicht nur Zutaten und Konsistenz geben Auskunft über die Qualität, auch die Farbe ist ausschlaggebend. Im Vergleich vergeben die Tester Noten von "mangelhaft" bis "gut".

Helmut Gote verrät in der Sendung auch seine eigene Vorgehensweise beim Herstellen von Konfitüre. In seinen weiteren Rezepten mischt sich die vitaminreiche Erdbeere mit Joghurt und anderen Molkereiprodukten; der Genuss-Experte verspricht "Erdbeerjoghurt de Luxe". Mit dem Rezept des Monats kommen am Ende der Sendung auch Vegetarier auf ihre Kosten: Lasagne mit Grünkern als Fleischalternative.

Wirklich beerenstark? Erdbeerkonfitüre im Test

Auf Wochenmärkten und in Supermärkten kann man sie jetzt wieder beobachten: Marmeladenfans, die Erdbeeren zum Einkochen gleich kiloweise kaufen. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn Erdbeermarmelade gehört zum Lieblingsbrotaufstrich der Deutschen. Als Marmeladenkoch oder -köchin braucht man allerdings Zeit und ein bisschen Fingerspitzengefühl. Wem das zu anstrengend ist, der geht einfach in den Supermarkt und kauft den süßen Belag fürs Frühstücksbrötchen fertig im Glas. Wir wollten wissen: Schmeckt dieser industriell hergestellte Brotaufstrich tatsächlich wie selbstgekocht?

Der Test

Probiert wurden zehn Erdbeerkonfitüren aus Supermärkten und von Discountern, zwei Bio-Produkte waren dabei. In unserer Probierrunde saßen diesmal drei Erdbeermarmeladenfans. Zum einen Obstbauexperte Peter Stremer, er war gespannt, wie Marmelade aus dem Supermarkt schmeckt, denn in der Familie wird Obst immer selbst eingekocht, ebenso wie bei Constanze Schnitter, Leiterin der Genuss-Schule in Alfter bei Bonn. Dritte in der Runde war Silvestra Schmeck von Slow food, einem Verein, der sich für gutes regionales Essen einsetzt. Auch bei ihr steht Erdbeermarmelade auf dem Frühstückstisch.

Nicht immer beerenstark

Schon optisch gab es erstaunliche Unterschiede, die Farbe der Konfitüren reichte von dunkel bis leuchtend rot. Auch die Konsistenz war unterschiedlich. Einige Konfitüren waren den Testern zu fest und zu pappig. Einige unerfreuliche Überraschungen lieferte dann auch der Geschmack. Zweimal vergaben die Tester ein "mangelhaft". Einmal für die Erdbeerkonfitüre mit dem klangvollen Namen "Symphonie" von Netto. Geschmackliches Schlusslicht war die "Grandessa" Konfitüre von Aldi. Sie fiel den Testern nicht nur durch das fehlende Erdbeeraroma auf, sie hatte auch einen unangenehmen "Fremdton" im Geschmack. Drei Konfitüren bekamen ein "ausreichend". Das Urteil in der Probierrunde: zu süß, zu wenig Fruchtstückchen, zu feste Konsistenz.

Auch Schmackhaftes fürs Frühstücksbrötchen

In der Probierrunde gab es auch Erfreuliches für die drei Marmeladenfans. Zwei Konfitüren im Test schmeckten ihnen richtig gut. Einmal überzeugte die Konfitüre der Firma "Bonne Maman", auf Platz eins kam die Erdbeerkonfitüre von Landliebe. Sie gefiel mit ihrer frischen roten Farbe, dem erdbeerigen Geschmack und den Fruchtstückchen.

Marmelade, Konfitüre, Fruchtaufstrich?

In der EU darf der Name "Marmelade" bei industriell eingekochtem Obst nur für Zitrusfrüchte verwendet werden, ansonsten heißen süße Brotaufstriche "Konfitüre". Konfitüre muss mindestens 35 Prozent Fruchtanteil haben und mindestens 55 Prozent Zucker enthalten. Bei einer "Konfitüre extra" ist ein Fruchtanteil von mindestens 45 Prozent vorgeschrieben. Alle Konfitüren in unserem Test waren übrigens mit dem Zusatz "Extra" gekennzeichnet, der Furchtanteil lag bei bis zu 55 Prozent. Für Fruchtaufstriche gibt es keine gesetzlichen Vorschriften, weder beim Fruchtanteil noch beim Zuckergehalt. Außerdem sind Zusätze wie zum Beispiel Aromastoffe erlaubt. In der Regel haben Fruchtaufstriche einen höheren Fruchtgehalt als Konfitüren, außerdem enthalten Fruchtaufstriche meist weniger Zucker, sie sind deshalb nicht so lange haltbar wie Konfitüren.

Redaktion: Heiko Hillebrand

Erdbeerkonfitüre im Test

WDR 5 Alles in Butter 04.07.2020 42:29 Min. Verfügbar bis 04.07.2021 WDR 5


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Stand: 01.07.2020, 09:28