Glas mit Schuss

Glas mit Schuss

Die WDR 5 Leonardo Reporter Michael Lange und Martin Winkelheide zu Gast bei der Firma Kinon in Köln-Porz. In einem Spezialraum testen Mitarbeiter, ob das bei ihnen hergestellte Glas schusssicher ist.

Blick in den Schießstand der Firma Kinon

Die WDR 5 Leonardo Reporter Michael Lange und Martin Winkelheide zu Gast bei der Firma Kinon in Köln-Porz. In einem Spezialraum testen Mitarbeiter, ob das bei ihnen hergestellte Glas schusssicher ist. Der Schütze sitzt dabei an dem im vorderen Raum aufgestellten Tisch und zielt durch die blau umrahmte Öffnung. Ein Schutzglas schirmt ihn vor Splittern ab.

Die WDR 5 Leonardo Reporter Michael Lange und Martin Winkelheide zu Gast bei der Firma Kinon in Köln-Porz. In einem Spezialraum testen Mitarbeiter, ob das bei ihnen hergestellte Glas schusssicher ist. Der Schütze sitzt dabei an dem im vorderen Raum aufgestellten Tisch und zielt durch die blau umrahmte Öffnung. Ein Schutzglas schirmt ihn vor Splittern ab.

Der Ingenieur Ulrich Hermens ist Leiter der Anwendungstechnik beim Glashersteller Kinon. Vor dem geplanten Schießexperiment zeigt er den Leo 2 Go-Reportern die Gewehrmunition: Magnum – Kaliber 44.

Achtung – fertig – Schuss. Der geübte Schütze Ulrich Hermens nimmt das Ziel ins Visier. Die Ohren sind vor dem Knall geschützt. Und die Leo 2 Go-Reporter sind auf das Schlimmste gefasst.

Der Schuss hat gesessen. Der erste Blick aus dem Schießstand verrät: Das Glas ist durch den Schuss erheblich beschädigt worden. Nur wenige kleine Glassplitter sind in Richtung Schütze geflogen.

Der vorgeschriebene Glastest sieht drei Schüsse vor, die wie die Spitzen eines Dreiecks angeordnet sind. Die drei Schüsse haben das Sicherheitsglas beschädigt, aber das Projektil ist stecken geblieben und konnte das Glas nicht durchschlagen. Einer Person hinter dem Glas wäre nichts geschehen.

Verbundsicherheitsglas besteht aus mehreren Schichten Glas und Kunststofffolien. Damit das Glas schusssicher ist, muss nicht nur die Gesamtdicke stimmen. Die richtige Anordung verschieden dicker Glasscheiben und Kunststofffolien ist entscheidend für die Sicherheit.

In der Fabrikationshalle bewegen sich die Glasscheiben auf Rollen in eine Waschanlage mit verschiedenen Bürsten.

In einem Verbinderaum hinter Glas werden Glasscheiben und Kunststofffolien sorgfältig miteinander verlegt. Das geschieht in einem Reinraum, damit kein Staubkorn oder Härchen das Glas verschmutzt.

Die Kunststoffolie zwischen den Glasscheiben im Verbundsicherheitsglas muss extrem reißfest sein. Trotz aller Anstrengung gelingt es Ulrich Hermens und Martin Winkelheide nicht, die Folie zu zerreißen.

In einem ersten Schritt werden Glas und Kunsstofffolien bei 70 Grad Celsius vorverbunden. Dann kommen die Scheiben in den großen Backofen. Darin wird das Glas bei einer Temperatur von 130 Grad und 13 bar Druck verbacken.

Stand: 15.01.2013, 11:27 Uhr